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atmosphaerisches Bild

Solarthermie in Mehrfamilienhäusern

Den Modernisierungsaufwand durch Einbau einer Solarwärmeanlage kann der Bauherr gemäß EnEV ausgleichen durch verringerte Anforderungen an die Dämmwerte im Gebäude. Dasselbe gilt auch umgekehrt, die Verordnung lässt ihm beide Wege offen. Abgesehen von der betriebswirtschaftlichen Nutzenabwägung, mit welchem Aufwand mehr Einsparung erzielbar ist, erhält der Bauherr für sein Wohnungsmarketing Gestaltungsspielraum: Einerseits darf er nach EnEv die Kosten der Modernisierung über die Kaltmiete umlegen, muss er aber nicht, andererseits verringert sich die Warmmiete - ein greifbares Argument für neue Mieter.

Nach dem Prinzip des abnehmenden Grenznutzens erzielt man durch immer mehr Aufwand immer weniger zusätzliche Ersparnis. Dämmung ist selbstverständlich wünschenswert, sinnvoll und bis zu einem Punkt richtig, gegebenenfalls erreicht man jedoch im ersten Schritt mehr mit Solarthermie. Oder anders ausgedrückt: Wieviel lässt sich mit einer Solarwärmeanlage aktiv einsparen, bevor man durch verbesserte Wärmedämmung in passive Ersparnis investiert? Denn bei der Dämmung gilt der Satz: "Entweder ganz, oder gar nicht!" Halbherzige Dämmversuche sind rausgeschmissenes Geld.

Die konzeptionelle Abwägung: Auf der Einnahmenseite des Mieters wird Gratisenergie in die Budgetrechnung eingebracht; auf der Ausgabenseite des Investors werden Energieverluste minimiert.

Sanierung bereits sanierter Häuser

In den Neunzigern wurden in vielen Mehrfamilienhäusern Gasthermen für jede Wohnung eingebaut. Seinerzeit war das eine naheliegende Maßnahme. Inzwischen stellt sich die Summe der Nachteile deutlicher heraus. Diese Thermen stehen für ein konzeptionelles Dilemma des Planers: Die Bewohner duschen kurz nacheinander, deshalb sind die Thermen weit überdimensioniert, damit keiner im kalten Regen steht. Typisch ist für eine 80 Quadratmeter Wohnung eine Therme mit 20 kW Kesselleistung, obwohl selbst im Winter nur 5 kW Wärme-/Heizbedarf besteht. Als Ergebnis der Überdimensionierung sind 80 bis 120 Brennerzündungen pro Tag keine Seltenheit - teurer kann man nicht heizen.

Ein gemeinsamer Heizkessel für alle Wohnungen läuft mit besserem Wirkungsgrad - bei 10 bis 20 Brennerstarts pro Tag - und wenn er durch eine Sonnenwärmeanlage unterstützt ist, erzielt er noch bessere Werte. Im warmen Halbjahr erreicht die Anlage sogar den optimalen Wirkungsgrad, da bleibt der Kessel ausgeschaltet, denn die Sonne liefert, was gebraucht wird. Weitere Kosten spart man, weil nur noch eine Zählergrundgebühr anfällt, nur noch eine Heizung gewartet werden muss.

Sobald bei Heizungsanlagen der 90er Jahre die nächste Sanierung fällig ist, lohnt sich der Umstieg auf eine zentrale Heizung mit Puffer, solar unterstützt. Ein Beispiel hierfür ist die Anlage mit Kollektoren an der Fassade. Die Abrechnung je Mieter ist kein Problem: Über Steigleitung wird der Wärmeverbrauch mit Messuhren an Vor- und Rücklauf haargenau verzeichnet.

Referenzbobjekte:

Holbeinstraße
Lenbachstraße
Feuerwehrstraße
Markkleeberg
Herderstraße
Limbach-Oberfrohna
Altbausanierung Coswig

Man lässt sich gerne verwöhnen: Komfort und Rendite mit einer Solarheizung - Telefon +49 (0)3731 692100