


Für das Sparen bei den Heizkosten gilt das alte und fiese Prinzip: Am schnellsten spart, wer Geld in die Lösung steckt und großzügig Kollektorfläche und Puffervolumen schafft. Geht es aber um eine warmmietenneutrale Sanierung im Mehrfamilienhaus oder im Mietshaus, sieht das Schaltbild einer sparsamen Anlage anders aus. Die Sanierung bereits sanierter Wohnungen aus den neunziger Jahren erhöht ihre Attraktivität im Wohnungsmarkt, denn dort können wir spürbare Kostenersparnis für Sie herausholen.
Kompromisslos können Sie bleiben und sollen Sie bleiben, was den Wärmekomfort betrifft. Hauptsache, Sie wissen: Mit einer kleinen Anlage ist energetisch und ökonomisch kein Blumentopf zu gewinnen. Kleinanlagen besitzen symbolischen Wert, den man nicht beziffert, sie sind kein Thema für uns. Tatsächlich vergeuden Bauherren ihr Geld mit einer unterdimensionierten Anlage ebenso wie mit einer zu üppig geratenen Ausstattung. Die geeignete Größe liegt, je nach Gebäudetyp, nach der Zahl der Bewohner und dem Zweck der Investition innerhalb einer Bandbreite - wie hinter einem Schiebefenster - der Zweckorientierung zwischen den beiden Prioritäten Entlastung der Heizung und Warmwasserbereitung:

Wenig brauchbar ist es, die Solarwärmeanlage einer konventionellen Heizung nachträglich irgendwie dranzuhängen. Derlei geschieht häufig, zum Beispiel wenn der Planer irreführende Vorgaben bekommt. Das ist, als verklebten Sie dem Pianisten zwei Drittel seiner Tasten - ein Zirkustrick kann daraus werden, die Mondscheinsonate spielt man so nicht.
Für Eigenheime empfiehlt die Stiftung Warentest (Aprilheft 2003) die Kombianlage. Um es richtig auszudrücken: Die Kombianlage unterstützt die Heizung, und erwärmt das Duschwasser, nicht umgekehrt.
Sogar renommierte Hersteller der Technik sagen es weiterhin in der falschen Reihenfolge, wahrscheinlich damit jeder Handwerker die Chance bekommt, auch eine Minianlage loszuwerden. Das sieht man an den Werbefotos: Da grinst im Vordergrund der zufriedene Bauherr, im Hintergrund sieht man eine Handvoll Kollektoren auf seinem Dach. Keiner mag sein Gesicht ablichten, wenn er die Abrechnung der Heizkosten studiert: Mit seiner fotogenen Minianlage spart er im Jahr kaum ein, was er mit Freunden in der Trattoria verjubelt, an einem Abend.
Die Kollektorfläche soll mindestens 20% der beheizten Wohnfläche betragen; der Pufferspeicher soll 50 Liter je Quadratmeter Kollektorfläche fassen.
Diese Faustregel (wohlgemerkt, eine Faustregel) zeigt dem Hausbesitzer (bis etwa vier Haushalte) ungefähr an, wieviel Platz seine Anlage auf dem Dach und im Keller beansprucht. Zum Beispiel: 120 Quadratmeter Wohnfläche bedingen 24 Quadratmeter Kollektorfläche und 1200 Liter Pufferspeicher, im Neubau weniger, im Altbau mehr. So weit ist es aber nur eine Faustregel, den tatsächlichen Bedarf und wie er in Ihrem Fall verwirklicht werde, ermittelt der Fachberater mit Ihnen zusammen. Ausführlicheres über unseren technik-philosophischen Ansatz erfahren Sie in den Abschnitten Technosofie und Leistungen
Die Dimensionierung Ihrer Anlage soll bewirken, dass sie über das ganze Jahr etwas leistet. Ist sie zu klein, leistet sie selbst das wenige (die Warmwasserversorgung) nicht zuverlässig. Ist sie groß genug, kostet sie mehr, leistet aber auch mehr, indem sie zum Heizen ordentlich beisteuert. ISt sie zu groß, funktioniert sie uneffizient. Der positive Effekt kommt zustande durch das Trägflussprinzip (Low Flow Technology) und dieses gedeiht nur auf angemessen großen Kollektorflächen.
Einige Beispiele unterschiedlicher Dimensionierung, je nach Anforderung und den Umständen entsprechend:
Energetikhaus100 in Berthelsdorf
Wohnhaus in der Innenstadt mit Fitnessinsel, dazu den Beitrag im Sonnenfleck: Was man sich hinter den Spiegel klemmt
Große Kollektorfläche eines Altenpflegeheimes
Fassadenkollektoren an einem Mehrfamilienhaus
Fassadenkollektoren an einem Einfamilienhaus
Kollektoren auf Nebengebäude
Ideales Dach: Von Kante zu Kante Kollektorfeld
Die ursprünglich hier dargestellte Tabelle zum Vergleich der Speichermedien Wasser und Paraffin wurde auf eine eigene Seite verlegt. Bitte klicken Sie zu Latentspeicher als Alternative.