


In einer Größenordnung zwischen 4 und 15 Wohneinheiten kippen die Verhältnisse hinsichtlich der Planung einer optimalen solarthermischen Anlage. Was zur luxuriösen Wärmeversorgung eines Einfamilienhauses (Heizung plus Wasser) eine schlüssige Lösung ist, würde in einem Wohnblock für vierzig Parteien versagen, schon wegen der knappen Dachfläche.
Andererseits erlaubt die hohe Zahl von Wärmeverbrauchern im Mietshaus zu konzipieren, was sich im Eigenheim nie rechnet, nämlich die Solarwärmeanlage auf die Warmwasserbereitung in ständiger Bereitschaft für sämtliche Wohnparteien zu beschränken. Zwischen den beiden Extremen gibt es eine Grauzone, da schneiden sich teilweise widersprüchliche Forderungen aus der Thermodynamik, dem Investitions-Budget, der Alltagstauglichkeit und dem Anspruch auf Steigerung des Immobilienwertes. Für den Kenner liegen in dieser Zone aber auch die Leckerbissen für den kundigen Planer.
Die Konzeption einer solarthermischen Anlage ähnelt dem Organisieren einer Hochzeit. Mit dem Abzählen der Gedecke für die Tafel ist es nicht getan. Bei solarthermischen Anlagen bestimmt zusehends die Systemtechnik den Erfolg der gesamten Investition: Sie umfasst sowohl den energetischen Sachverstand des Planers als auch die Erfahrung und Sorgfalt der Handwerker am Bauort im Umgang mit ausgesuchter Technik und Materialien. Und zuletzt gehört dazu das Nachjustieren der Regelung auf die tatsächlichen Verhältnisse.
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