


Wenig begeistert war der Hauseigentümer von dem neumodischen Solarkrams, aber seine Tochter (und Miteigentümerin) gab ihm den Schubs, das Denkmalsamt zog mit und genehmigte die Anlage in Rekordzeit. Im Zuge der Totalsanierung des Hauses fädelte Soli fer drei mächtige Pufferspeicher (3 x 800 Liter) in den engen Gewölbekeller und auf das Dach wurden 54 m² Kollektor in zwei Feldern ausgelegt.
Selbst an sonnenarmen Tagen liefert die Anlage 60° Celsius in das Kellergewölbe. Schon bei der ersten Betriebskostenabrechnung bekamen die Mieter ein Drittel der veranschlagten Heiz- und Warmwasserkosten zurück. Sie sollen das Geld in den Läden des Erdgeschoßes gelassen haben, aber dieses Gerücht ist nicht mehr nachprüfbar. Dokumentiert und ausgewertet werden jedoch Energieeintrag und -verbrauch durch Studenten des Institutes für Wärmetechnik der TU Bergakademie Freiberg. Die Einsparung seit dem Baujahr 2003 beträgt um die 16.000 Kilowattstunden pro Jahr.
Die Energie von der Sonne ist ein Mosaikstein in der Philosophie dieses Hauses, inmitten der Altstadt ökologisch und preiswert, und dabei komfortabel zu wohnen. Natürliche, regionale Baustoffe, ein autofreier, herrlich grüner Innenhof mit Regenwasserbrunnen zum Gießen, dazu das umweltfreundliche Heizen und Duschen. Im Hintergrund links zu erahnen: der Freiberger Dom mit zwei (!) Silbermannorgeln.
Die heizungstechnische Sanierung von Altbauten wird am häufigsten mit Kollektoren auf dem Dach verwirklicht. Alternativ können die Kollektoren an der Fassade untergebracht werden, wie bei diesem Mehrfamilienhaus in Limbach-Oberfrohna. Denkmalsschutz und moderne Heiztechnik können harmonieren wir bei dem Beispiel der ehemals Königlich Sächsischen Schrotfabrik, die heutzutage Wohnungen und eine Fitnessinsel beherbergt.
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