


Jeder Brennstoff wird zu Gas, bevor er verbrennt. Das Besondere am Holzvergaserkessel ist das Prinzip der Umkehrflamme, auch unterer Abbrand genannt. Beim normalen Holzfeuer verbrennt die Flamme nach oben - die Vergasung und Verbrennung des Holzes vermengen sich und sind schwer zu kontrollieren.
So kommt es im Naturzugkessel zu unvollständiger Verbrennung, schlechtem Wirkungsgrad und hohem Ascheanfall. Beim Holzvergaserkessel wird durch ein Gebläse die Flamme nach unten umgekehrt. Dadurch kann die Vergasung von der Verbrennung getrennt werden. Jetzt kann die Luftzufuhr für beide Vorgänge separat eingestellt werden. Es wird also immer nur soviel Holz vergast, wie auch verbrannt werden kann.
Das erreicht man durch eine zusätzliche Luftzufuhr unterhalb der Glut. Diese nennt man Sekundärluft, im Gegensatz zur Primärluft, welche hauptsächlich zur Vergasung benötigt wird. Durch die Umkehrung der Flamme wird im Holzvergaserkessel ein erheblich höherer Wirkungsgrad erreicht. Das bedeutet weniger Holzverbrauch, weniger Schadstoffe, geringeren Ascheanfall und natürlich auch weniger Arbeit. Die Asche ist übrigens ein hochwertiger Dünger für den Garten.
Um seinen hohen Wirkungsgrad zu verwirklichen, muss der Holzvergaserkessel in Kombination mit einem Pufferspeicher betrieben werden. Der Pufferspeicher sollte mindestens 50 Liter Volumen pro kW Kesselleistung haben. Je mehr Puffervolumen, desto größer können die Heizintervalle sein und der Heizkomfort erhöht sich. Und weil beide Techniken einen Pufferspeicher benötigen, bietet sich die Kombination mit einer solarthermischen Anlage an. Dann muss im Sommerhalbjahr der Holzvergaserkessel für die Warmwasserbereitung überhaupt nicht mehr betrieben werden.
Die Kombination mit solarthermischer Heizung muss über den Regler anders gesteuert werden als bei Öl- oder Gaskesseln. Darauf sind wir eingerichtet mit unserem Regler, den wir individuell programmieren. Die solar ergänzte Holzheizung ist außerdem eine Idealkombination für einen positiven Beitrag zur Kohlendioxidbilanz.