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Regelung und Steuerung der Solarthermieanlage

Bezahlte Energie einsparen

Der Regler ist die Schaltzentrale und Steuereinheit Ihrer Solarheizung. Er steuert den Trägfluss in den Kollektoren und das Ernteverhalten Ihrer Solaranlage, die schichtweise Pufferbeladung, die Erwärmung des Frischwassers und Ihre Heizung.

Seine wichtigste Aufgabe ist es, die Vorteile der Intervallheiztechnik auszureizen. Mit dieser Technik erzielt Ihr Heizkessel bis zum Ende seiner Lebensdauer den bestgeeigneten Kompromiss zwischen höchster Leistung und geringstem Energieverbrauch. Der Regler erzwingt die vergeudungsfreie Nutzung der im Pufferspeicher abgelegten Sonnenenergie bei weitestgehender Absenkung der Temperaturen im Heizkessel. So wird bezahlte Energie aus Brennstoffen so wenig beansprucht wie möglich.

Brennerzündung und Brennerlaufzeit

In der Übergangszeit von Frühjahr bis Herbst verbraucht der Bereitschaftszustand Ihres Kessels (Standby) deutlich weniger Brennstoff, wenn wir seine Funktionsweise auf seltene, längere Brennerlaufzeiten anstelle der stoßweisen, häufigen Brennerzündungen mit kurzer Laufzeit umstellen. Zum Vergleich: Der höchste Spritverbrauch im Auto käme zustande, wenn häufig kalt gestartet und gleich wieder ausgeschaltet würde, bevor der Motor die opti-male Betriebstemperatur erreicht. So fährt zwar kein Mensch, aber viele heizen so in ihrem Hause.

Die meisten Heizkessel sind zu groß ausgelegt., unter dem verständlichen Motto: "Sicherheitshalber, es soll ja keiner frieren". Der Nachteil: Sie betätigen sich als Energiefresser. Im Durchschnitt zünden diese Kessel in der Heizperiode 60 bis 80 mal pro Tag (manche weit über 100 mal). Durch die Intervallheiztechnik kommen Sie auf 10 bis 20 Brennerzündungen; manche Kessel konnten wir sogar auf drei Zündungen pro Tag trimmen. Auf diese Weise steigern Sie gleich zweierlei:

den Jahresnutzungsgrad,
die restliche Lebensdauer des Kessels.

Verwechseln Sie nicht den Jahresnutzungsgrad Ihres Heizkessels mit dem momentanen Kesselwirkungsgrad. Letzteren misst der Schornsteinfeger einmal im Jahr unter den günstigsten Bedingungen, nämlich nach Erreichen der optimalen Betriebstemperatur; deshalb sieht seine Messung i.d.R. viel besser aus als es die Messung des Nutzungsgrades über das gesamte Jahr ergeben würde! Der Kesselnutzungsgrad interessiert den Schornsteinfeger, der Jahresnutzungsgrad macht sich auf Ihrem Bankkonto bemerkbar.

Kessel nicht zu früh ersetzen

Mit der geregelten Intervalltechnik, in Verbindung mit der Solarthermie, heizen Sie in der Übergangszeit (Frühjahr und Herbst) über weite Strecken sogar bei abgeschaltetem Heizkessel ohne Wärmeverluste. Aus unseren Felduntersuchungen wissen wir: Systembedingte Wärmeverluste treten wesentlich häufiger auf, als es in der Branche zugegeben wird. Deswegen entscheiden sich schlecht aufgeklärte Hausbesitzer zu früh für einen modernen Heizkessel bzw. eine Therme; diese Investition könnte in vielen Fällen jedoch ohne Nachteil um Jahre verzögert werden.

Regler wird gemäß Ihren Bedingungen programmiert

Unsere Erfahrung im Umgang mit der Vielschichtigkeit der Regeltechnik verhilft Ihrer Solaranlage, zu den bestmöglichen Temperaturbedingungen zu funktionieren, statt die Schichten der Temperatur im Puffer zu verwirbeln - das ist der berüchtigte Waschmaschineneffekt. Da wir die Verwirbelung der Wärmeschichten verhindern, kommen Sie in den Genuss der höchstmöglichen Ernte aus dem Kollektor.

Das ausgereizte Heizverhalten Ihrer Anlage beruht auf einer Fülle von energiesparenden Maßnahmen in der gesamten Systemtechnik, am Pufferspeicher sowie an sämtlichen vor- und nachgeschalteten Apparaturen, Pumpen und Ventilen. Die Wirkung dieser Maßnahmen stellt sich jedoch nicht vonselbst ein, sondern muss durch Feinabstimmung im Regler erzwungen werden, und zwar individuell für jeden Bauherrn. So wie Ihre Anlage maßgefertigt ist, programmieren wir zur Installation auch den Regler. Dabei richten wir uns nach Ihren Wohn-, Heiz- und Duschbedürfnissen einerseits und Ihren Wünschen zum Sparen von Energie und Kosten andererseits.

Ausstattung und Zusätzliches

Der Regler kann auch nachträglich um zusätzliche Kreise (separate Fußbodenheizung im Anbau, Schwimmbad usw.) erweitert werden. Ihre Anlage fährt permanent im Energiesparmodus. Sie kommen bei diesem Stand der Allgemein anerkannten Regeln der Technik in den vollen Genuss aller energiesparenden Vorteile der Intervallheiztechnik. Dabei können Sie der Sonnenernte buchstäblich zuschauen und in Echtzeit kontrollieren, was die Solartechnik in Ihrem Hause erwirtschaftet. Skeptikern beweisen Sie im Detail, wie Solartechnik unter verschiedenen Wetterbedingungen funktioniert.

Regelung mit Wärmemengenzähler

Meist besuchter Ort im Keller ist der Regler, sitzt an der Kompaktstation mit der Systemtechnik

Der Wärmemengenzähler (sitzt im Regler) kontrolliert in Echtzeit, was die Solartechnik in Ihrem Haus erwirtschaftet. Wahlweise können die wichtigsten Kennzahlen auch auf eine digitale Anzeige an der Hauswand übertragen werden:

Außenanzeige

Außenanzeige

Das elektronische Schild versammelt die Neugierigen um Ihre Anlage: Außenanzeige mit vier der wichtigsten Messanzeigen

Kollektortemperatur, in Grad Celsius (°C)
Momentane Sonneneinstrahlung, in Watt pro Quadratmeter (W/qm)
Momentane Leistung der Anlage, in Kilowatt (kW)
Ertrag der Anlage seit Inbetriebnahme, in Kilowattstunden (kWh)

Datentagebuch

Ein Zusatz für Verspielte (wie uns, wenn man uns lässt) ist der Datenlogger (ein Fahrtenbuch für die Daten aus der Solaranlage), der die oben genannten sowie eine Fülle weiterer Daten per RS 232 oder USB an Ihren PC überträgt. Sie beobachten im Detail und werten aus, was Ihre Anlage tut.

Tipp aus unserer Erfahrung: Die meisten Bauherren verschwinden mindestens einmal täglich im Keller, gucken und notieren, und wenn wir ehrlich sind: Das tun wir bei unseren Anlagen zuhause auch. Wer sich die Extravaganz des Datentagebuchs leistet, verbringt statt im Keller vergnügliche Pausen vor seinem PC.

Man lässt sich gerne verwöhnen: Komfort und Rendite mit einer Solarheizung - Telefon +49 (0)3731 692100