


Beim Abhören des Deutschlandfunks ging uns ein Licht auf. Da sagte ein Redakteur, der es sonst fehlerlos hinbekommt: "Bei den regenerativen Energien geht es um die Gewinnung von Strom aus Sonne, Wasser, Biomasse ..." und so weiter.
Also, wenn Halbwahrheiten schon den Vernünftigen durcheinander bringen: Solarthermie - Sie erinnern sich: die Sonne liefert erneuerbare Gratisenergie, Sie kennen unsere Branchenpropaganda - also Sonnenwärmeanlagen machen keinen Strom, sie machen Heizenergie. Auch das Pflanzenöl, das wir statt Diesel in unsere Autotanks kippen, dient nicht, wiederhole nicht der gemäß EEG vergüteten Stromeinspeisung, sondern der Fortbewegung unserer Dienstfahrzeuge auf der Straße.
In der Net-Zeitung wurde dann veröffentlicht (s.u.), was der SPIEGEL im Oktober 2003 nicht drucken mochte, sodass ein langjähriger Redakteur nun gekündigt hat. Da finden sich zwar dieselben Fakten wie in der Titelgeschichte, und ein paar mehr, aber die Geschichte liest sich etwas anders, auch spannender. Auch diesen Einwand finden Sie dort:
"Einen Teil des Gegenwinds für ihre Branche haben sich die Windstromer allerdings selbst zuzuschreiben. Viel zu lange unterschätzten sie den Zorn aufgebrachter Landbewohner und Wochenendhausbesitzer, die ihre ländliche Ruhe durch die Drehflügler gestört sehen und die Verschandelung traditioneller Kulturlandschaften beklagen."
Solche Empfindungen einfach abzubügeln, ist nicht nur frech, es ist auch dumm, wie immer, wenn man kein Ohr für die Bedürfnisse der anderen hat. Da genügt auch nicht der Hinweis, dass vor den 15.000 Windrädern bereits 180.000 Strommasten die Natur verschandelten und es weiterhin tun. An die haben wir uns eben gewöhnt. Und Strom sparen mögen wir nicht, also nicht wirklich. Oder?
Gucken:
Machtkampf um den Energiemix http://www.netzeitung.de/medien/280662.html
Was kostet die Windkraft? http://www.netzeitung.de/medien/280679.html
Dazu weitere Quellenangaben aus der Sonnenseite: http://www.sonnenseite.com/fp/archiv/Akt-News/4672.php
(Dieser Beitrag stand in der Netzpost-Ausgabe des Sonnenflecks vom April 2004)