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Dämmerung im Strommarkt

Ist drin, was draufsteht?

In einen unserer Fachvorträge über Sonnenwärmeanlagen hatte sich ein Herr im feurig mausgrauen Anzug geschlichen. Er verteilte Prospekte -- aus dem Tintendrucker gezogen, die Schrift verwischt, das A4-Blatt beinahe auf Kante gefaltet -- Marke Eigenbau, aber so, dass man's merkt.

Das kam uns bekannt vor. Der Wisch versprach eine Rendite über zwanzig Jahre. Es ging um Photovoltaik (Tabelle über den Unterschied von Sonnenstrom und Sonnenwärme!), also sahen wir zweimal hin: Tatsächlich, er sagte Rendite, hätte aber besser gesagt, was er meint, nämlich die Einspeisevergütung nach EEG.

Wenn den wackeren Heimdrucker mal keiner beim Wort nimmt! Er war übrigens bald verschwunden, sonst hätten wir ihm gut zugeredet: Die Einspeisevergütung veranlasst viele Leute, in Photovoltaik zu investieren, die wollen nur Verzinsung sehen. Ihr gutes Recht hat Folgen.

Das EEG entfacht eine gewaltige Nachfrage. Übersteigt die Nachfrage das Angebot, geschieht allemal das gleiche: Die Lieferanten projektieren und installieren Anlagen nicht immer mit der gebotenen Sorgfalt. Schon jetzt haben die Gutachter alle Hände voll zu tun. Dem bereits bekannten Pfusch im Solarwärmemarkt gesellt sich ein noch größerer bei den Solarstromanlagen zu. Mit heißer Nadel gestrickte PV-Anlagen leisten weniger als angesagt, pünktlich zum Januar sinkt die Einspeisevergütung und die Lieferantenpreise für Photozellen steigen. Warum? Weil den weltweiten Engpass bei der Erstverarbeitung des Rohstoffs so schnell keiner behebt -- das kostet Milliarden sowie ein paar Jahre, bis alles im Lot ist.

Wer etwas zu verlieren hat, sieht sich schon mal um, wen er verklagen könnte. Derweil sind die Profis über alle Berge.

Die namhaften Unternehmen der Branche haben sich darauf eingestellt, dass ihr Markt hierzulande einbricht. Woher wir das wissen? Die Sauna verraten wir nicht, falls der Mann im Mausgrauen da auch hineinmöchte. Alles übrige lesen Sie bald im SPIEGEL.

Im Februar begrübeln wir, was dem Sonnenwärmemarkt mit einer EEG-ähnlichen Förderung blühen würde. (ob)

28.01.05 | Oliver Baer

Kommentare zu diesem Artikel:

Gegen diesen Unsinn, Solarstrom bei uns so stark zu fördern, wende ich mich an mir bekannte Politiker. Diese Förderung auf Entwicklungsländer zu übertragen würde viel effektiver sein und würde auch von der Bevölkerung mehr akzeptiert. .


Hans Steck | 30.01.05 10:25

Na, mit dem Hinweis auf die kommende Krise war der Sonnenfleck sogar schneller
als die Sonnenseite von Franz Alt


Timo leukefeld | 30.01.05 21:25

Kommentar zum Artikel "Dämmerung im Strommarkt"

Liebe Freunde aller solaren Energien,

nur wenige Jahre ist es her, dass uns ein Gedanke geeint, nämlich der einer solaren Revolution in unserem Land und weit darüber hinaus. Zu jener Zeit gab es sie nicht, die Mauer zwischen Solarthermisten und Sonnenstromern. Mauern, hat uns die Geschichte gelehrt, werden gebaut, um den Lauf der Zeit aufzuhalten. Solche Mauern sind sinnlos.

Deshalb liebe Kollegen von Solifer und Freunde der Solarthermie:

Fangt bitte nicht an, Mauern aufzubauen. Besinnt Euch auf Eure Stärken, statt Eure Energie mit Sticheleien gegenüber anderen regenerativen und somit sauberen Energien zu verschwenden. Der weitaus größte Teil der deutschen Photovoltaikindustrie arbeitet gewissenhaft und mit enormem Engagement.

Kämpft mit unserem gemeinsamen Fachverband, der Unternehmensvereinigung für Solarwirtschaft (UVS), für die Einführung einer EEG- ähnlichen Regelung im Solarthermiebereich, anstatt Euch dagegen zu stellen. Wir möchten nicht, dass Ihr zu Dinosauriern der Solarbranche werdet.

Eine solche Regelung trennt so gut wie keine andere die schwarzen Schafe von der Herde. Weil eben niemand einen Zuschuß bekommt und fertig, sondern eine Vergütung für die Jahr für Jahr tatsächlich erzeugte bzw. eingesparte Energie gezahlt wird. Und fällt diese gut aus, darf man natürlich auch von Rendite sprechen.

Der Solarthermiebranche würde eine solche Regelung sicher wieder Schwung verleihen und möglicherweise ähnliche Investitonen wie in der Photovoltaikindustrie bewirken.

Dann endlich hätten wir sie für die gesamte Solarbranche - die solare Revolution.

Mit sonnigen Grüßen
Reiner Matthees
---------------------------------
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Tel. 0351 / 8838 -130
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Internet: www.SunStrom.de
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Ausgezeichnet mit dem Sächsischen Umweltpreis
Zertifiziert nach DIN EN ISO 9001 und
ISO 14001


matthees | 01.02.05 15:57

Lieber Reiner Matthees,

Ich benütze privat an fünf Stellen Photovoltaik zur Eigenstromversorgung, bin an zwei Bürgerkraftwerken zur Sonnenstromerzeugung beteiligt, habe schon vor Jahren privat und mit Soli fer zur Naturstrom AG gewechselt und zahle einen mächtigen Aufpreis für den Naturstrom, der ja wesentlich aus Photovoltaik gewonnen wird.

Das nur vorweg.

Trotzdem sind wir, was die Solarwärme anbelangt, gegen eine EEG-ähnliche Vergütung (nach dem Muster der Photovoltaik-Förderung). Eine Erntevergütung für Sonnenwärme würde kriminellen Umtrieben das Tor öffnen und das Geschäftsklima für die ehrlichen Anbieter in unserem Solarwärmemarkt vergiften.

Warum? Zwischen Sonnenstrom und Sonnenwärme gibt es diesbezüglich einen erheblichen Unterschied. Strom wird ins Netz eingespeist, das Netz ist ein praktisch unbegrenzter Speicher. Die elektrische Leistung wird beim Einspeisen in das Netz und beim Verbrauch aus dem Netz exakt gemessen. Zwischen der Einspeisung und dem Verbrauch ist Schummeln kaum möglich, die Zähler sind verplombt.

Bei der Sonnenwärme steht hingegen der Speicher im Haus, er ist im Vergleich zum Stromnetz winzig. Sein einziger Zweck besteht darin, die gespeicherte Energie an Ort und Stelle (!) zu nutzen.

Dazu muss sie aus dem Speicher in die Heizkörper (und in die Warmwasserversorgung) übertragen werden. Kenner wissen, dass man dabei allerlei falsch machen kann: Unwissende Installateure verlieren diese Wärme so gründlich (wenn auch ohne böse Absicht), dass der Hausherr zwar am Zähler eine hohe Ernte beobachtet, aber seine Öl- oder Gasrechnung bleibt wie immer. Solche Fälle kennen wir aus der eigenen Gutachtertätigkeit.

Eine EEG-ähnliche Erntevergütung würde diese Stümperei zum kriminellen System erheben: Du brauchst bloß die Isolierung des Speichers hinten aufzureißen, das Kellerfenster zu öffnen und die gesamte Ernte verpufft in die Außenluft. Dadurch wird der Speicher kalt und kann neue Ernte vom Dach einholen - je sinnloser die Vergeudung, desto höher die Ernte.

Selbstverständlich wäre so etwas sinnlos, wenn man die Wärme im Haus verbrauchen möchte, wie sich das gehört. Es stiftet aber - kriminellen - Sinn, wenn man nur für die Ernte vergütet werden möchte. Je nach Höhe der Vergütung pro Kilowattstunde ließe sich so eine Schummelanlage sogar sehr preiswert gestalten. Diesen Missbrauch hast Du nicht bedacht, nichts für ungut, beim EEG in Eurer Branche gibt es solche Schummelei nunmal nicht.

Wir müssen verhindern, dass sich der Gedanke festsetzt, eine Ernte-Vergütung wäre eine gute Idee für unsere Branche. Sie würde auch ihren Zweck - die Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern - verfehlen.

Dein Timo Leukefeld


PS: Übrigens haben wir unseren Beitrag "Dämmerung im Strommarkt" ein bisserl auch in Sorge um Euch und die anderen seriösen Anbieter von Sonnenstromanlagen geschrieben.


Timo Leukefeld | 01.02.05 16:14

Lieber Timo Leukefeld,

eine Solarwärme-Anlage ist eine feine Sache und gehört auf jedes Wohnhaus;
eine Solarstrom-Anlage ganz genau so.

Am besten gefällt mir,
wenn beide Anlagen im gefälligen Design nebeneinander installiert sind.
Herausragende Beispiele gibt es gerade in dem Montagesystem, welches von Solifer eingesetzt wird.
Die erneuerbaren Energien insgesamt sind noch nicht über den Berg.
Im Verein für erneuerbare Energien VEE-Sachsen höre ich jedesmal von den Wasser- und Windkraftkollegen, wie ihre Branchen darniederliegen.
Die mächtigen Gegner der erneuerbaren Energien änderten ihre Taktik nur.
Erst bekämpften sie uns frontal.
Jetzt dividieren sie uns auseinander.
Gerade deshalb müssen wir zusammenstehen.

Bioenergie, Photovoltaik, Solarthermie, Umgebungswärme, Wasser und Wind.

Regenerative aller Länder - vereinigt Euch.


Mit regenerativen Grüßen

Dieter Winkler
SOLARWATT Solar-Systeme GmbH
Grenzstraße 28, 01109 Dresden
Tel. 0351-8895-114
winkler@solarwatt.de


Dieter Winkler | 01.02.05 19:05

Sonnenstrom oder Sonnenwärme? Diese Frage stellen mir viele Bauherren, wenn ich zur Vor- Ort-Beratung erscheine. Meist sind es Bauherren eines Einfamilienhauses. Die Dachfläche, die nach Süden zeigt hat ca 40m². Abzüglich Dachfenster, Schornsteine, Gauben bleiben 25 bis 30 m² Fläche.
Entweder in ca 3 KWp Sonnenstrom investieren,den ich ins Netz einspeise oder 30 bis 40 % Heizkostenersparnis sofort mit der Sonnenwärmeanlage. Ich empfehle immer die Sonnenwärmeanlage auf dem eigenen Haus und die Investition in Sonnenstrom z. B. in ein Bürgerkraftwerk.


Günter Rohrbeck | 01.02.05 19:25

Ich würde gerne mal Argumente lesen, weshalb die Erntevergütung für Sonnenwärmeanlagen eine brauchbare Lösung sein könnte. Der Aufruf, die Reihen fest geschlossen zu halten, ist dafür kein Ersatz.


Oliver Baer | 01.02.05 19:54

Sehr geehrter Herr Leukefeld,

Ein Gegeneinander von Solarthermie und Photovoltaik ist das letzte, was wir gebrauchen können.
Mit einem "EEG" für Solarthermie würde sich Qualität, also "Klasse statt Masse" endlich auch auf dem Gebiet der Solarthermie durchsetzen. Zumindest jedoch ein sehr gutes Preis/Leistungsverhältnis für Solarthermieanlagen und das nutzt der gesamten Branche und dem Endkunden. Die Herangehensweise bei der Vergütung müßte aber sehr wohl etwas modifiziert werden, da hier in aller Regel nicht in ein öffentliches Netz eingespeist wird. Um solche unsinnigen Dinge, wie sie von Ihnen beschrieben wurden, von vorn herein zu vermeiden, sollte eine Vergütung nicht nach den Erträgen (Anzeigen)der Wärmemengenzähler, die bekanntermaßen problembehaftet sein können, geschehen, sondern nach voraus berechneten jährlichen Erträgen mit zertifizierter Software. Der Fachmann (Heizungsbauer, Planer, usw.) bestätigt bei der Inbetriebnahme der Solarthermieanlage die Ausführung entsprechend der Planung und Berechnung, also ganz ähnlich dem Verfahren wie EnEV-Nachweise bzw. ausgeführte Modernisierungen von Gebäuden für die KfW (zwecks Krediterhalt,Teilschulderlaß usw.) bestätigt werden. Auch hier mißt später keiner nach, ob wirklich soviel CO2 eingespart wurde, wie vorher errechnet wurde. Man vertraut auf das Rechenverfahren und die ordnungsgemäße Ausführung der Installation. Unter diesen Bedingungen wird keiner auf die Idee kommen auch nur im Sommer überschüssige Solarwärme wegzulüften. Macht er es doch, schadet er sich selbst. Heute tut das auch keiner. Die Motivation liegt nun darin, Solarthermieanlagen für den Verbraucher bedürfnisgerecht mit maximalen Erträgen bei möglichst geringen Wärmepreisen/ erzeugte kWh Solarwärme zu planen und umzusetzen. Es entspricht einer leistungsorientierten Festbetragsförderung - ist besser und gerechter als die jetzige Festbetragsförderung je Bruttokollektorfläche, die in keiner Weise die Gesamtkosten einer Solarthermieanlage berücksichtigt.
Wenn die Gesamtkosten einer Solarthermieanlage, d.h. die Wärmepreise, und nicht nur die Kollektorkosten zum Werbeträger, wenn die voraussichtlich erzeugten kWh/a Solarwärme und nicht die Bruttokollektorfläche zum Maßstab der Vergütung/ Förderung werden, dann ist das wesentlich vernünftiger und gerechter als heute. Darüber sollten wir mal nachdenken!
Außerdem verhindert so eine Regelung eine Verschwendung von selbsterzeugter Solarenergie. Das nutzt wie gesagt der Branche, der Qualität und dem Verbraucher!

Mit sonnigen Grüßen

Lutz Unbekannt
Stv. Vorsitzender der
Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie e.V.
Sektion Sachsen


Lutz Unbekannt | 03.02.05 10:40

Lieber Herr Unbekannt,

eine EEG ähnliche Vergütung der mittels anbieterunabhängigem PC Programm berechneten Ernte der Sonnenwärmeanlage sehe ich sehr kritisch an.

Wenn Sie zum Beispiel für ein älteres Einfamilienhaus eine kleine Solarwärmeanlage zur Duschwassererwärmung mit 5 m² Kollektor betrachten so würde die PC Simulation einen hohen Erntewert pro m² Kollektor und Jahr ausweisen, da fast die gesamte Sonnenernte im Haus verbraucht wird. Die jährliche Einsparung an Brennstoff hingegen liegt bei etwa 10% (laut Stiftung Warentest) und im Vergleich zum betriebenen Aufwand weder ökonomisch noch ökölogisch sinnvoll. Die Anlage würde sich erst nach 40-50 Jahren rechnen.

Im selben Fall eine Anlage mit 30 m² Kollektorfläche zur Heizungsunterstützung und Warmwasserbereitung würde am Computer simuliert einen niedrigen Erntewert pro m² Kollektor und Jahr ausweisen, da die mögliche Sonnenernte im Sommer nicht bzw. kaum im Haus verbraucht werden kann. Die jährliche Einsparung an Brennstoff würde im betrachteten Fall hier aber bei etwa 50% (laut unseren eigenen Erfahrungen an den jährlich etwa 6000 m² selbst installierten und vermessenen! Anlagen) und im Vergleich zum betriebenen Aufwand ökonomisch und ökölogisch sinnvoll sein. Die Anlage würde sich nach 7-13 Jahren rechnen.

Sie würden Solarwärmeanlagenbesitzer mit wenig Brennstoffeinsparung und wenig Umweltentlastung spezifisch gesehen besser vergüten als Solarwärmeanlagenbesitzer mit hohen Brennstoffeinsparungen und hohen Umweltentlastungen. Das finde ich unfair und dem Sinn und Zweck eines Umwelt Förderprogramms nicht dienlich. Es würden plötzlich ganz viele kleine Duschwasseranlagen auf die Einfamilienhäuser gebaut die sich nicht rechnen und der Umwelt kaum etwas nützen. Zudem und das ist aus meiner Sicht der schlimmste Aspekt wird es für die nächsten 20 Jahre auf dem Hausdach mit der Mini Anlage keine sinnvolle SolarHEIZanlage mehr geben. Es wäre dann ein Solarheizungsverhinderungsprogramm.

Noch etwas: auf die ordnungsgemäße Ausführung der Installation zu vertrauen, wo Heizungsbauer Solaranlagen im Nebengeschäft als eines von vielen Standbeinen betrachten halte ich für regelrecht naiv. Reden Sie einmal mit Gutachtern und anderen spezialisierten Solarwärmefachbetrieben, welche Erfahrungen man im Markt begegnet. Wir allein bekommen pro Woche!!! etwas 5 Anfragen von Solarwärmeanlagenbesitzern, deren Anlage nicht oder ganz schlecht läuft und sollen diese wieder in Ordnung bringen.

Meine persönliche Meinung: Fördermittel abschaffen und das fairer Weise jetzt auch planbar ankündigen, dann kommt Qualität in den Markt. Ohne nachgewiesenen Nutzen (Brennstoffeinsparung) kauft keiner mehr eine Solaranlage, somit muss sich jedes Unternehmen enorm anstrengen Wertarbeit zu liefern. Solarwärme wird nun bundesweit bereits über 15 in Worten fünfzehn Jahren gefördert. Das reicht, wenn wir jetzt bei den hohen Ölpreisen nicht auf eigenen Füßen stehen lernen, wird es nie einen Durchbruch und eine solare Revolution geben im Gegenteil: wird der Markt noch mehr verzerrt und bleibt politisch abhängig schaukelnd und schwankend wie ein Ruderboot auf dem offenen Meer.

Hochachtungsvoll Ihr Timo Leukefeld


Timo Leukefeld | 03.02.05 12:19

Liebe Freunde erneuerbarer Energien,
Wer mich kennt, weiß, dass ich für eine Energiewende brenne, frei von fossilen und nuklearen Ressourcen, nur mit der wir das Leben auf unserem Planeten erhalten können. Nichts tut mir mehr weh als ein Zerfleischen der Akteure der einzelnen Erneuerbaren Branchen untereinander. Ich halte die direkte Nutzung unserer größten Energiequelle Sonne zur Strom- und Wärmeerzeugung genauso unverzichtbar wie die Nutzung von Wind, Wasser , Geothermie, Biomasse und Bioöl, weil nur über sie gemeinsam ein Mix die Energieversorgung der Zukunft sichern wird. Das EEG bei Strom halte ich genauso wichtig wie das Marktanreizprogramm bei Wärme. Dass beides eines Tages auslaufen wird ist klar. Die größte Gefahr für uns alle sind die schwarzen Schafe, die sich auf dem Markt tummeln. Da gebe ich Dir, lieber Timo recht. Sie zu entlarven und vom Markt zu jagen, ist auch Aufgabe unserer Initiativen, denn sie schaden uns. Das trifft auch für die rüden Methoden in der Arbeitswelt der Windkraftfirmen zu. Wenn wir die Welt verändern wollen, dann gilt das auch für den sozialen Bereich. Deshalb habe ich mich besonders gefreut, dass Solifer den ethischen Mittelstandspreis errungen hat.

Solare Grüße

Dietrich Papsch, Vors. Energie-Tisch Altenberg e.V.


Dietrich Papsch | 03.02.05 18:08

Lieber Timo Leukefeld,

du hast völlig recht - wir brauchen sicherlich keine Zusatz - Förderung für unsere Solaranlagen. Wer ordentliche Solarheizungen liefert kann doch wohl bei diesen hohen Energiepreisen nicht über mangelnde Aufträge klagen.

Der Charme der Solarwärme - Investitionen zum Sparen ohne monetäre Ausbeutung anderer - würde bei einem Wärme EEG entfallen. Es ist ja wohl kein Zufall dass die Photovoltaik gerade in Großanlagen so boomt. Das (Groß)Kapital hat einen Weg über einen Stromzins zur Geldvermehrung gefunden. Das ist halt so herrlich systemkonform.
Viele Leute zahlen kleine Beträge damit wenige noch reicher werden.

Na und???

Nirgendwo ist mehr Geld - hat die EZB wohl zuwenig davon gedruckt - ja wo ist es denn hin?

Jahrelange Wirtschaftskrise - extremer Vertrauensverlust in die "etablierte" Politik - Faschisten im Parlament - Abspaltung einer Linkspartei von der SPD - war alles schon mal da. Ich hab's meinen Staatsbürgerkundelehrer ja nicht glauben wollen mit seinem Gelaber von der Kapitalakkumulation als Untergang des "westlichen" Systems.

Und wie gehts weiter - ich hoffe die fällige Geld(Einspeisevergütung)entwertung
läuft diesmal ohne Krieg und braune Diktatur. Aber im Moment ist ja Reformstau wegen der Wahl 2006. Die Währungsreform ist deshalb frühestens Anfang 2007 - also gibt's auch mindestens noch 2 Jahre Einspeisevergütung. Da lob ich mir unsere gute BAFA Förderung - Bargeld jetzt wo das bedruckte Papier noch akzeptiert wird - und später Energie die einem keiner besteuern oder wegnehmen kann.


Jörg Buschbeck | 03.02.05 21:16

Für einen längeren Kommentar habe ich leider
im Moment keine Zeit, aber soviel in aller
Kürze :
Das vordergründige Reditedenken hat die Windkraft in Deutschland in kürzester Zeit medial angreifbar gemacht. Die Chance ist von interessierten Kreisen weidlich genutzt worden und das Ergebnis sehen wir.
Die Einspeisevergütung
soll ***kostendeckend*** sein. Sie ist eine Umlage auf alle Stromkunden. Das Modell, mit dem Einsammeln "kleiner" Beträge bei den Massen große Gewinne bei einigen zu erzielen, funktioniert z.B. beim medizinisch-industriellen Komplex wunderbar. Beim Strom besteht die Gefahr, dass es auch so wird. Die Folge ist natürlich Widerstand, der von den ewig-gestrigen in der Energiebranche mit Sicherheit gern angeführt wird. Siehe der Artikel von Karl-Heinz Klawunn (EnviaM) in einer "Freien Presse" der letzten Tage.


Eckehard Erben | 04.02.05 09:32

Liebe Gesprächsteilnehmer,

Könnten wir uns bitte auf die Sachfrage konzentrieren: In welcher Form ist eine Förderung der Solarwärmetechnik zu befürworten, oder sollte sie ganz entfallen?

Soli fer klagt nicht über das Geschäft. Bei der Beratung des Kunden klären wir nach Möglichkeit die Frage: "Zahlt sich Ihre Anlage auch ohne Nutzung der Fördermittel aus?" Diese Herangehensweise verdeutlicht dem Kunden, in welcher Grauzone sich seine Anlage amortisiert.

Steigen die Öl- und Gaspreise, wie man es durchaus befürchten darf, dann rechnet sich Solarthermie von alleine, und immer schneller. Sollten die Preise auf ein früher gewohntes, paradiesisches Niveau zurückfallen, dann dauert es umso länger. Daran ändern auch Fördermittel nichts.

Nach unserer Erfahrung sollten Fördermittel dazu führen, dass eine ohnehin fällige Entscheidung nicht länger verzögert wird. Das heißt, Förderung sollte nicht die Entscheidung an sich beeinflussen, sondern nur ihren Zeitpunkt.

Unsere Kunden wissen es zu würdigen, dass uns zur Solarthermie eine Menge mehr einfällt als das Verbraten von Fördermitteln.


Oliver Baer | 04.02.05 09:51

Liebe Mitstreiter und Skeptiker,

wenn in einem Solarwärme-Vergütungsgesetz die vom Kunden effektiv genutzte Solarwärme vergütet wird, ok. Es gibt leider kein System zur Messung der genutzten Solarwärme. Wieviel Kilowatt im Pufferspeicher oder in einer schlechten Regelung für den Nutzer verloren gehen kann man schwer messen. Zählen die Kilowattstunden, die im Keller ankommen, ist keinem gedient. Die Energiekosten werden nur steigen, weil die Subventionsmittel in die Kosten für die fossilen Brennstoffe einfließen werden. Ein Thermieboom zu Lasten der effizienten Nutzung von Solarwärme ist nicht sinnvoll. Genau so wenig wie Solarstromsubvention bei gleichzeitiger Verschwendung von diesem. Oder weiß jemand wofür sein eingespeister Strom genutzt wird?


Volker Ries | 04.02.05 12:27

Ich frage mich: Brauchen wir wirklich noch ein PC- Programm und noch eine Zertifizierung und müssen für Planer und Installateure damit erst Hürden aufgebaut werden, damit sie fachlich in der Lage sind, Solaranlagen in hoher Qualität und mit möglicht großem Nutzen für den Kunden (und damit auch die Umwelt) zu bauen?

Das wäre ein Armutszeugnis. Vielmehr scheint es mir erforderlich zu sein, Erfahrungen guter Solarfirmen zu bündeln und weiterzugeben, herstellerunabhängig das erforderliche Wissen zu vermitteln und möglichst vielen Handwerksunternehmen eine Spezialisierung zu ermöglichen. Wissen macht Mut. Mut zu intensiver, auf die Nutzung der Sonnenenergie ausgerichteter Kundenberatung zum Beispiel. Da gibt es eine Menge Nachholbedarf. Sollte man nicht lieber in Wissensvermittlung investieren als Anlagen zu fördern, die sich - wenn sie gut geplant und ausgeführt sind - ohnehin rentieren.

Bringt es Vorteile, die Unternehmen zur Anschaffung einer Software und zur Durchführung einer weiteren Zertifizierung zu verpflichten, die keinesfalls etwas über die für den Ertrag so entscheidende fachliche Qualität der Arbeit aussagt? Sorgt man für entsprechende Kenntnisse, dann wird es auch flächendeckend gute Anlagen geben, die wirklich Kosten sparen, indem Heizkosten durch große Ernteflächen wesentlich gesenkt werden. Und sollte diese Fläche zusätzlich noch die Funktion eines Daches übernehmen, wird sie auch im Sommer gebraucht, wenn auch weniger als Energieeinsammler.

Absolut ist das zwar ein Verlust (denn man könnte ja ernten), aber wirtschaftlich für den Kunden zu verkraften, wie Soli fer zeigt. Das bedeutet nicht, im Sommer unnötige Solarwärme wegzulüften oder zu verschwenden, wie Herr Unbekannt meint (hier müsste man noch über Langzeitspeicher nachdenken- vielleicht ist da eine Förderung sinnvoll?). Es ist doch eine viel größere Verschwendung, in der kalten Jahreszeit nicht so viel Wärme wie irgend möglich einzufangen.

Übrigens: Hermann Scheer hat in seinem Buch ?Solare Weltwirtschaft? darauf hingewiesen, dass das "Zuschussbewusstsein" auch zu einem Hindernis der Breiteneinführung erneuerbarer Energien werden kann. Auch darüber lohnt es sich nachzudenken. O.B konnte ich leider keine Argumente liefern.


Steffi Schönherr, Umweltberaterin | 04.02.05 12:51

Herzlichen Glückwunsch zu dieser Diskussion. Es wird Zeit, dass die Debatte um eine bessere, z.B. haushaltsunabhängige Förderung der Solarthermie aus geschlossenen Polit-Fachzirkeln in die Branche herausgetragen wird. Wir bemühen uns als Fachmedium seit langem darum. Frage in die Runde: Sehen Sie als Alternative zur heutigen Zuschussförderung tatsächlich nur die Abschaffung der Förderung, sei es nur weil alles andere zu kompliziert ist (z.B. Volker Ries) oder gar aus prinzipiellen Gründen (z.B. Timo Leukefeld)? Oder lohnt es, nach Ihrer Meinung, die Diskussion um die geeignete Ausgestaltung eines Wärme-EEG bzw. einer Solaranlagen-Baupflicht im Detail zu führen?


Guido Bröer, Solarthemen | 04.02.05 13:04

Die Diskussion nützt den Kunden im Markt, das alleine rechtfertigt sie. Aber, um Ihrer Frage entgegenzukommen: Eine vernünftige Förderung, die dem Ziel einer verbesserten Eigenversorgung von erneuerbarer Energie nützt, aber dem Betrug keinen Vorschub leistet, würde man schwerlich ablehnen können.

Gibt es einen nachvollziehbaren Grund, weshalb die Fördermittelbefürworter hier nicht ihre Argumente auf den Prüfstand stellen? Informiert sind sie, dass hier diskutiert wird ...


Oliver Baer | 04.02.05 13:49

Liebe Diskutanten,

mittlerweile seit 1999 gibt es Versuche, ein praktikables und zielführendes Instrument für den Bereich der regenerativen Wärmeerzeugung zu entwickeln. Sie haben trotz vieler Diskussionen bislang kein wirklich umsetzbares Ergebnis erbracht. Der BEE-Vorsitzende Johannes Lackmann hat dazu die weitestgehenden und aktuellsten Überlegungen angestellt, die erstmalig erahnen lassen, dass ein solches Instrument überhaupt funktionieren könnte. Es handelt sich bei genauerem Hinsehen nämlich um eine sehr komplexe Materie, bei der u. a. Aspekte nationalen und EU-Rechts ebenso berücksichtigt werden müssen wie die zu erwartenden Gegenmaßnahmen und Verhinderungsstrategien der betroffenen Zahler. Ich stehe deshalb dieser Idee sehr skeptisch gegenüber, worin ich mich mit vielen einig weiß, die sich ebenfalls mit der Materie z. B. in den Solarverbänden beschäftigen. Ich persönlich halte eine Baupflicht für rgenerative Energieerzeuger für einen wesentlich zielführenden Weg, um die CO2-Emissionen, die in Deutschland zu nahezu 60 % durch Wärmeerzeugung verursacht werden deutlich zu reduzieren. Eine Baupflicht ist unkompliziert, rechtskonform und zielgerichtet, sie erfordert nicht nur keine Haushaltsmittel, sondern erhöht per saldo die Staatseinnahmen, sie steigert die Beschäftigung im Handwerk und kann bei richtiger Ausgestaltung auch die Qualitätssteigerung von Produkten und Montageleistungen befördern. Ein konkreter und juristisch geprüfter Vorschlag dazu liegt seit Ende letzten Jahres vor, ob die Politik den Ball aufnimmt, hängt aber letztlich von der Prioritätensetzung unserer Volksvertreter ab.
Dass der Markt alleine es schon richten wird, glaube ich aber nicht, lieber Timo. Solange die Preise fossiler Energieträger keine externen Kosten enthalten und damit dramatisch zu Lasten der Volkswirtschaften heruntersubventioniert sind, hinkt jeder Wirtschaftlichkeitsvergleich. Wenn der Öl- und Gaspreis sich verdrei- bis vervierfacht haben wird oder solare Wärme betriebswirtschaftlich korrekt ermittelt nur noch unter 8 cent/kWh kostet, dann kann der Kunde vielleicht auch mit echter Ersparnis zur Zusatzinvestition Solaranlage motiviert werden. Davon sind wir aber noch weit entfernt und ob wir uns wünschen sollten, dass für ein menschenwürdiges Leben notwendiger Wärmekomfort viel teurer wird, als es sich heute gerade viele weniger Begüterte leisten können, um unsere Mitbürger zum Nachdenken und sinnvollen Investieren anzuhalten, weiß ich auch nicht so recht.

Herzliche Grüße aus dem grauen Berlin nach Sachsen
Raoul von der Heydt
Phönix SonnenWärme AG


Raoul von der Heydt | 04.02.05 18:22

Was Deutschland vor sich hat, hat Neuseeland hinter sich

„Lasset uns streiten“ meint Gabriele Fischer in der brand eins Wirtschaftsmagazin Ausgabe 1/04 welche sich in der Überschrift dem Thema: „HARMONIE VERBLÖDET. Wie man Konflikte erkennt und austrägt. Oder auch nicht“ widmet. In dem Sinne ist dieser Dialog hier wunderbar...
brand eins erinnerte schon mehrfach an den vergessenen Pionier des Neoliberalismus David Lange einst vor etwa 20 Jahren Premierminister Neuseelands. Die von Ihm geführte Regierung wies 1984 alle mit Atomwaffen ausgerüsteten Schiffe und Flugzeuge von neuseeländischem Territorium. 2003 wurde Lange wegen seines Anti-Atom-Engagements mit einem der alternativen Nobelpreise ausgezeichnet. Premier Lange verordnete dem angeschlagenen Land 1984 nach seiner Machtübernahme über Nacht radikale Reformen. Er senkte die Steuern, entmachtete die Gewerkschaften per Gesetz, privatisierte unwirtschaftliches Staatseigentum, hob Regularien im Bereich Energie auf und strich ohne Übergangsregelung alle Subventionen für Landwirtschaft und Produktionen. David Lange lebt heute noch und wurde sogar 1987 wiedergewählt. Er hörte nicht auf Lobbyisten sondern auf Experten, handelte schnell und außerordentlich mutig für seine Zeit. Neuseeland hat einen Aufschwung erlebt und hat heute gute Wirtschaftsdaten. „Was Deutschland vor sich hat, hat Neuseeland hinter sich. Nach Liberalisierung und Deregulierung steuern die Kiwis bereits wieder sanft um“ schreibt Anja Jardine in brand eins 6/03. Die erneuerbaren Energien in einem liberalisierten Energiemarkt zu entwickeln und sie dann dem freien entsubventionierten Markt auszusetzen wäre auch eine mutige Entscheidung....


Timo Leukefeld | 06.02.05 20:49

Jede Technologie hat Ihre Zeit

Die deutsche (Subventions)Wirtschaft steckt in der Krise. Seit Jahrzehnten wird alles und jedes subventioniert und bezuschusst: Kultur, Bildung, Medizin, Soziales, die Wirtschaft und die Energie. Die Qualität sank und der Preis stieg. Vor allem und überaus kräftig gefördert die hier als „alte Energie“ bezeichnete Energie der Kohle und der Atomkraft. Ein Arbeitsplatz in der Steinkohle wird zum Beispiel mit etwa 80.000 Euro jährlich vom deutschen Staat subventioniert. (mit dieser Geldsumme könnten bei Soli fer 3-4 neue Arbeitsplätze geschaffen werden :o) Vorangebracht hat uns das nicht, im Gegenteil: die Grenzen einer Subventionswirtschaft sind überschritten. In diesem subventionsverzerrten Markt mag es manchen Freund der regenerativen Energien locken nach mehr und höheren Zuschüssen für seine Lieblingsenergieform zu rufen. Der Glaube ist weit verbreitet, dass nur bezuschusste erneuerbare Energie mit bezuschusster alter Energie konkurrieren könne. Und das in Zeiten leerer Staatskassen.

Meiner Meinung legitimiert jede neue und höhere Subvention im Bereich der erneuerbaren Energien die bestehende Subventionen der alten Energien. Wenn wir das nun herumdrehen würden? Setzen wir uns doch gemeinsam für eine zügige Liberalisierung des Energiemarktes sowie für den Abbau ALLER Subventionen der alten und der neuen Energien ein. Dann zeigt der Wettbewerb ganz deutlich die Unwirtschaftlichkeit der alten Energieformen. Außerdem hat jede Technologie ihre Zeit, dass heißt erst wenn die Randbedingungen für eine spezielle erneuerbare Energieform so günstig sind, dass ihr ein breiter wirtschaftlicher Durchbruch gelingt, wird Sie im freien Markt dauerhaft und nachhaltig bestehen können. Mit oder ohne Fördermittel, mit roter, schwarzer, gelber, grüner, blauer oder lilaner Regierung.....


Timo Leukefeld | 06.02.05 20:50

Liebe Leser,
ich bin grundsätzlich gegen jede Art von Subventionen, da sie im Grunde immer Selbstbetrug sind. Wir stehen im Wettbewerb mit allen Nationen auf der Welt, wenn wir unsere Steuern erhöhen müssen, damit Subventionen bezahlt werden können, verlieren wir im Internationalen Wettbewerb und damit Arbeitsplätze. Wir haben schon 5,2 mio. Arbeitslose, wieviele sollen es noch werden. Es wäre besser, alle Subventionen zu streichen und entsprechend die Steuern zu senken. Dann kann jeder selbst entscheiden, was er mit seinem Geld anfängt, als es sich nach Abzug von ca. 40% Verwaltungsaufwand beim Staat, auf Antrag wieder zuteilen zulassen und dem Betrug Tür und Tor zu öffnen.


Wolfgang Radke | 09.03.05 16:51

Wir haben dieses Jahr wieder viele an Sonnenstrom interessierte Kunden an ausführende Photovoltaikfirmen weiterempfohlen. Wesentlich öfter als letztes Jahr kommen die Kunden frustriert und enttäuscht wieder zu uns zurück. Man hätte sie entweder nicht beraten wollen oder nicht beliefern können. Warum wir eine solche schlechte Empfehlung ausgegeben hätten?! Aus gegebener Veranlassung empfehlen wir keine Anbieter mehr in der Photovoltaikbranche.


Timo Leukefeld | 24.03.05 10:09

auch wenns sicher geschäftschädlich für solifer ist (nur solange man sich nicht anpasst), aber eine PV-anlage als luftkollektor mit wärmetauscher im luftstrom kann im sommer ww heizen und im winter die heizung unterstützen, vor allem in kombination mit luftgeführten (langlebig) massivspeicherwänden

denkt mal drüber nach...

ansonsten mal das buch "energieautonomie" vom herman scheer lesen (mit franz alt kommentar ;) ) und überdenken, inwieweit man schon der umweltbewegung angehört, die ihre unschuld verloren hat und sich selbst steine in den weg legt :P


nils | 08.07.05 22:32

Lieber Nils,

wir bieten unseren Kunden an, was nicht nur theoretisch funktioniert, sondern auch wirtschaftlich realisierbar ist, erprobt ist und einen spürbaren Nutzen leistet. Um technische Neuerungen und Verbesserungen, welche diesen Bedingungen genügen, bemühen wir uns fortlaufend.

Zu Ihrer Bemerkung über die Umweltbewegung, sofern ich sie denn verstehe: Wir erkennen wenig Sinn darin, einer Bewegung zu anzugehören, dazu dienen Vereine, Parteien usw.. Als Anbieter im Markt sind wir unseren Kunden verpflichtet, zugleich unseren Mitarbeitern, Lieferanten und Partnern, siehe den Abschnitt Technosofie. Wir haben uns der Wertarbeit verschrieben (das ist mehr als ISO-Qualität) und dazu zählt nachhaltiges Handeln, wie schon von Carlowitz gefordert. Das machen wir aus Überzeugung, nicht aus Bewegtheit.


Oliver Baer | 09.07.05 11:36

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