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Latentspeicher überlegen?

Bessere Speicherung als mit Wasser

Gibt es ein Speichermedium, das dem Wasser überlegen wäre? Theoretisch ja, wirtschaftlich nein.

In der Reihe Tolle Idee- was wurde daraus? hat der Deutschlandfunk am 30. Mai 2006 in dieser Sache nachgehakt: Mikroporöse Materialien speichern verlustfrei Wärmeenergie über Monate. Leider hat die damit befasste und mit Bundesmitteln geförderte Fa. UFE die Entwicklung eines chemischen Speichers mit Kieselgel (Silikagel) nicht überlebt. Ihre Sache funktioniert zwar, ist aber schlichtweg unbezahlbar; übrig bleibt nun ein reines Forschungsobjekt. Sobald Kieselgelspeicher für Bauherren relevant werden, werden wir sie in unsere Marktbeobachtung aufnehmen.

Ein damit verwandtes Thema ist der sogenannte Latentspeicher mit Paraffin als Speichermedium. Einer unserer Kunden ließ sich durch diese Alternative aus dem Konzept bringen. Nach der 20/50-Faustregel benötigte er für seine 102 beheizten Quadratmeter eine Kollektorfläche von 20 m2 und einen Wärmespeicher von - jetzt kommts - 1000 Litern. Wohin damit, mochte er gegrübelt haben, jedenfalls lag ihm die Auskunft über einen Paraffinspeicher vor, welcher lediglich ein Drittel des Raumes einnehmen würde. "Sehr gut", fand der Kunde, jedoch mochte er dafür nicht rund viermal soviel ausgeben wie für unseren Pufferwasserspeicher. Er nahm Abstand vom Paraffin und wir nahmen seine Zweifel zum Anlass, in einer Tabelle Wärmespeichermedien - Vergleich Wasser und Paraffin darzulegen, was der Bauherr berücksichten möge.

Fassen wir die Erkenntnisse zusammen: Der Paraffinspeicher bietet etwa die drei- bis vierfache Speicherkapazität, kostet aber nicht weniger, sondern mehr als das Vierfache im Investitionsaufwand. Eine spezielle, auf den Bauort bezogene Ertragsvorschau ist mit den allgemein zugänglichen Simulationsprogrammen (Tsol, Getsolar, Polysun, f-CHART) nicht möglich. Der Hersteller verweist auf die Technischen Daten.

“Die Sendung mit der Maus” für Erwachsene über Solartechnik sagt es in einfachen Worten. Tatsächlich gelinge die erforderliche Schichtung, aber nur in ausreichend großen Speichern. Wie wir jedoch wissen: Wenn dieser falsch konstruiert ist, schichtet er nicht, sondern verwirbelt warm und kalt wie eine Waschmaschine. Fazit: Interessenten lassen sich also nicht durch einzelne Eigenschaften beeindrucken, sondern betrachten für das gesamte Projekt den Investitionsaufwand, dazu die Investitionsssicherheit und natürlich die Betriebskosten der Heizung.

16.06.06 | Oliver Baer

Kommentare zu diesem Artikel:

Hallo, vornweg möchte ich sagen, dass ich kein Spezialist auf dem Gebiet der Wärmeanlagen bin, aber eines kann ich mit Sicherheit behaupten. Der Kunde hat aus eingener Sicht wirtschaftlich gehandelt, aus Sicht der Umwelt nur bedingt. Wasser ist knapp, wenn man das überhaupt so banal ausdrücken kann, aber Paraffin stellt eine gute Alternative dar. Auch wenn man das Behältnis dämmen muss bzw. sollte ist das doch beim Wasser nicht anders?! Zudem, was sind schon 1000Liter? Antwort: genau ein Kubikmeter! Ein Kubikmeter ist im Baugewerbe doch eher nichts. Dummerweise spielt Geld immer eine übergeordnete Rolle. Andererseits hat nur derjenige ein Haus, welcher auch finanziell nicht schlecht steht. Also, lieber etwas mehr investiert, das Gewissen der Umwelt gegenüber entlastet und einen Trend gesetzt.
MfG


Matthias "GT" Schmied | 27.06.06 18:18

Nun ja, auf unser Dorf hat der Himmel soeben etliche Tonnen Paraffin abgeladen, kostenlos. Das hat die Hausbesitzer, als das Zeugs die Keller überflutete, ganz schön erschreckt. Aber gottseidank haben sie ja die Mittel, mit Schaden umzugehen ...

Ich sehe gerade, es war doch Wasser. Wie man sich so irren kann!


Oliver Baer | 27.06.06 20:13

Herr Schmied schrieb ja in Bezug auf die Umweltfreundlichkeit. Ich habe ein paar Zweifel, ob Paraffin, das aus Rohöl hergestellt wird, da besser abschneidet, als Wasser.


Martin Röll | 27.06.06 21:22

Bessere Speicherung als Wasser

So lautet ja der Titel

Ich sage voller Überzeugung Ja! Ja! Ja!
Ich sage sogar BESTE Speicherung.
Und die war mir grade eben gut genug als ich vor 3 Jahren voller Überzeugung meine Parrafin Akkus in den Keller gefahren habe.

Aufgebaut, isoliert, und dann mit Hurra und 16m² Kollektoren laden.
30°, 40°, 50°, 60°,60° 60°, ja was denn jetzt los??
Volle Sonne, und nix steigt höher?

Hm..., achso, klar, die Schmelze beginnt, man das dauert... und dauert.

Gegen Abend dann, Sonne geht unter, endlich 85° erreicht.

Wahnsinn, auf so nem kleinem Eck so eine Power bunckern.

Und jetzt natürlich der Winter, der Brenner läuft und läuft und läuft. Wieder das gleiche,
30°,40°, 50°, 60°, 60°,60° ....

Ja genau, die Schmelze!!!

Irgendwann hat mein Kessel es dann doch geschafft.
Alle Paraffin Zellen voll. Heizkreis gleichzeitig mit versorgt, und nun beruhigt einige Stunden aus den Zellen die Bude versorgen.
Das ganze mit dem guten Gefühl, Umweltbewußt, sparsam und innovativ gehandelt zu haben.

Alles in allem eine runde Sache, d.h. in meinem Fall wohl eher eine eckige...

Antwort zum Titel: Ein klares Ja, die bessere Art zu Speichern.
Normale Speicher kenne ich, und da ist es mir doch etwas zu warm. Und dann war bei einigen dieses Geräusch, sowie Takten...und Verluste... hat es sich angehört....

P.S. ich gebe ja zu das ich nach 3 Jahren immer noch sehr gerne den Ladevorgang beobachte, 30°,40°,50°,60°,60°, 60°.... und liebend gerne vorführe


Walter | 14.07.06 20:28

Lieber Herr Walter,

danke, dass Sie sich zugunsten des Paraffinspeichers äußern. Aber bitte erklären Sie den Lesern zwei Ihrer Aussagen:

1. Inwiefern wäre es umweltbewusster, Wärme in Paraffin statt in Wasser zu bunkern?

2. Dass der Paraffinspeicher sparsamer sein soll, erschließt sich so ohne weiteres nicht, denn die Investition ist mindestens viermal so hoch. Sie müsste sich entsprechend schneller amortisieren, um sich sparsamer auszuwirken.


Oliver Baer | 18.07.06 09:23

Guten Morgen Herr Walter,

Sie sprechen da eine wirksame Methode an, um die bestehenden Heizkessel energiesparender zu betreiben. Die Intervallheiztechnik.

Der in der Regel überdimensionierte Heizkessel führt seine Wärme nicht mehr direkt in die Heizkörper, sondern belädt erst einmal einen Speicher, aus dem dann die Wärme zum Duschen und Heizen entnommen wird. Dadurch läuft er in einem sehr guten Wirkungsgrad und schaltet in der Heizperiode nicht mehr (wie ohne Speicher üblich) 60 bis 80 Mal am Tag Ein und Aus.

Wir installieren unseren Kunden seit 2 Jahren diese Intervallheiztechnik, immerhin nun bereits in mehr als 300 Häusern. Jeder hat einen frei programmierbaren Regler und zeichnet seine Daten auf. Die Heizkessel unserer Kunden schalten in der Heizperiode nur noch 10 bis 20 Mal täglich Ein und Aus und im Sommer durch die Sonnenwärmenutzung fast gar nicht mehr.

Wir arbeiten aber aus wirtschaftlichen Gründen bewusst mit Wasserspeichern, mit super 100 mm Melaminschaumdämmung, die im oberen Drittel keine Rohabgänge besitzen also da wo die bezahlte Wärme im Winter lagert. Alle Rohrstutzen gehen im Winkel von 30° nach unten ab und haben kaum Wärmeverluste. Wir setzen im Auftrag des Kunden Wasserspeicher statt Paraffinspeicher ein, da die gleiche Wärmemenge gespeichert im Paraffin etwa vier Mal soviel kostet wie in Wasser gespeichert.

Zu Ihren 16 m² Solarkollektoren würden wir einen oben beschriebenen 800 Liter Wasser Speicher installieren. Er kostet mit Dämmung rund 900 Euro Endkundenpreis inkl. MwSt.

Nun würde mich einmal interessieren, was Ihr Paraffinspeicher mit Trockenbauverkleidung und eingefüllter Wärmedämmung inkl. MwSt. gekostet hat? Können Sie mal schnell nachsehen?

Sonnenerwärmte Grüße von Timo Leukefeld


Timo Leukefeld | 18.07.06 11:04

Hallo Walter!

Du bist ein Fan vom Latentwärmespeicher!

Ich bin kein Heizungstechniker, wir haben folgendes Problem:
Im Keller stehen 2 x 1000 Liter Wasserpuffer, in der Zeit Mai bis September immer aufgeheizt auf ca. 80°- 90°. Über Nacht muß ich über einen Außenheizkörper die Puffer kühlen, damit ich am Morgen wieder Platz habe für die neue Hitze vom Dach runter.

Wäre z. B. ein ParaffinSpeicher von rd. 1500 Liter als Hitzespeicher sinnvoll, um im Winter von der Energie etwas zuhaben, die wir derzeit so sinnlos verschwenden müssen ?


Hannes Knaus | 27.07.06 20:45

Welchen Sinn soll es machen, nachts den Puffer runterzukühlen um am Morgen wieder Platz für neue Wärme zu haben?

Und was ist, wenn am nächsten Tag die Sonne gar nicht scheint?

Wenn der Puffer voll ist, ist er voll, egal ob das jetzt die Wärme von Gestern oder von Heute ist. Oder schadet es vielleicht den Kollektoren, wenn ich keine Wärme abnehme?


Michael Freund | 28.07.06 15:51

Sehr geehrter Herr Leukefeld,

zur Wirtschaftlichkeit des Paraffin-Wärmespeichers möchte ich folgendes ergänzen. Wasser ist natürlich einfacher zu handhaben, aber dieses kostbare Gut sollte nicht in einem dunklen Tank gehalten werden. Aus biologischen Gründen sollte es hin und wieder ausgetauscht werden bzw. immer in Bewegung gehalten werden, sonst werden wieder chemische Zusätze zur Fäulnisbildung notwendig, was verhindert werden sollte. Paraffin stellt somit eine sehr gute Alternative dar und ist durchaus nicht lebensnotwendig. Es können nur rund 1,1% des Wassers auf der Welt als Trinkwasser genutzt werden. Daraus folgt, dass man sehr genau überlegen muss, was man damit anstellt. Ausserdem ist die Technik mit Paraffin sehr technisch, d.h. neue Technologien müssen immer erst eine gewisse Zustimmung "der Bevölkerung" erfahren. Ich selbst studiere Mikrotechnologie und habe somit Einblick in die neuesten Technologien der Halbleitertechnik. Sie hat mit Wärmespeicher wenig gemein, aber wenn gewisse Prozesse sehr uneffizient sind, werden sie dennoch gemacht. Also, Paraffin ist zukunftsweisend und das sollte eigentlich zählen.


Matthias Schmied | 01.08.06 14:27

Liebe Leser,

wir hatten keine Namen genannt, aber die Firma Powertank fühlte sich angesprochen und hat in ihrem Newsticker auf www.powertank.de auf uns verwiesen. Damit ist die Sache öffentlich und zitierbar geworden. Da der Ticker bspw. auf meinem Browser nicht zu lesen ist, geben wir Ihnen den Wortlaut hier wieder:

In eigener Sache

Wir alle kennen die Diskussion um den Technologiestandort Deutschland. Die bewusst interessierten Bürger wissen, dass vom Brennwertkessel über dem Computer bis zum Transrapid, neue Technologien wenig Chancen haben. So geht es immer noch häufig mit den erneuerbaren Energien, obwohl die Energiekonzerne das Zepter in diesem Bereich auch übernehmen. PowerTank bietet dem Handwerk nun eine Innovationspartnerschaft vom Latentspeicher über den Kollektor bis zum fertigen Brennstoffzellensystem an.

Nun benutzt u. a. die Firma Soli fer Solardach GmbH in www.soli-fer.de die Latentspeichertechnologie, um in einem Internet-Forum eine, zum großen Teil inszenierte Diskussion "Latentspeicher und Paraffin" zu verballhornisieren. Physikalische, mathematische Grundsätze und Erkenntnisse werden verleugnet, bestritten. Für den ernsthaften Handwerker und Ingenieur ist die Strategie von Geschäftsführer Herrn Leukefeld sofort klar. Wer als Handwerker und Ingenieur grundlegende Kenntnisse aus seiner Ausbildung hat, weiß, dass Paraffin aus Kohlenwasserstoffatomketten besteht, und dass erst bei einer Temperatur von über 250°C Sauerstoffatome sich an die Ketten anschließen und es nur zu einer Verfärbung des Paraffins kommt.

Paraffinspeicher sind also zyklenstabil. Auch das wird in der Vergleichstabelle einfach ignoriert. Weiter wird in dieser Tabelle bewusst ein falscher Vergleich das Volumen betreffend gezogen. 1000 l Wasser entsprechen nicht 10 Zellen sondern 4-6 Zellen. Die Vorteile wie keine Korrosion, keine Anoden, kein AD-Gefäß, kein außenliegender Wärmetauscher etc. werden bewusst verschwiegen. Herr Leukefeld hat diese Informationen erhalten, ist aber nicht bereit sie zu korrigieren.

Das Forschungszentrum in Jülich hat bereits Ende des vergangenen Jahrhunderts in einer Studie nachgewiesen, dass "Paraffinspeicher den Nutzen einer Solaranlage fast verdoppeln." Wir finden, dass es ein schlechter Stil ist, wenn man Wettbewerbsprodukte in dieser Art und Weise beschädigen will."

Ende des Zitats, die Hervorhebungen sind von der Redaktion.

Wir haben bisher jeden Beitrag so belassen wie er eintraf, egal, was wir davon hielten und haben auch keinen Beitrag bestellt. Die Firma Powertank hatten wir eingeladen, an dem Meinungsaustausch auf dieser Seite teilzunehmen - vielleicht mag sie noch darauf eingehen. Wir würden es begrüßen. Die Plattform steht zur Verfügung.

Übrigens hatten wir die erwähnte Vergleichstabelle aufgrund eines Schreibens von Powertank in einigen Punkten korrigiert. Vielleicht ist das den Kollegen dort noch nicht aufgefallen. Den Kern unserer Aussage sehen wir bisher nicht widerlegt.


Oliver Baer | 01.08.06 15:11

Wir haben mehrere Anlagen in Betrieb.
Aus unserer Sicht sollten in solarthermischen Anlagen keine Latentpuffer mit nur einem WT eingebaut werden.
Oder nur gruppenweise mit unterschiedlichen Temperaturen anfahren.
Der Installations-Regelungsaufwand ist gewaltig.
Wenn z.Bsp. der Wasserpuffer bei niedrigen Temperaturaufkommen noch den unteren Behälterbereich heizt, steht die normale Latentpufferanlage still, weil keine Differenz mehr vorhanden.
Also lieber Finger weg und statt dessen kellergeschweißte runde,ovale und eckiche Tanks wegen des besseren schnellen Erfolges.


Brandt | 09.08.06 13:43

Liebe Mitleser,

als Redakteur des Sonnenflecks verkneife ich mir diese Beobachtung nicht länger: Die meisten Wortmeldungen FÜR den Latentspeicher sind in einer Weise verfasst, dass nur Fachleute etwas damit anfangen können und auch die nur mit Mühe. Klarheit für Laien kommt so nicht zustande und dem Markterfolg des Latentspeichers nützt so etwas auch nicht.

Wir bieten Ihnen im Sonnenfleck die Chance, zur Aufklärung beizutragen. Zur Zeit bin ich geneigt, einige Kommentare auszublenden, weil sie das Gegenteil bewirken, nämlich die Verwirrung zu vergrößern.

Mit besten Grüßen, Ihr Oliver Baer


Oliver Baer | 08.09.06 12:26

Guten Tag,

ich habe gestern auf einer Messe das erste mal von den PowerTank Zylindern gehört und war dank meiner technischen Ausbildung auch in der Lage dem Aussteller zu folgen.

Für mich ist es erst einmal eine tolle Sache.

Mit dem Wissen um dieses Produkt begann ich also heute die Suche nach weiteren Informationen und stieß auf dieses Forum. Nach allen Meldungen hier, möchte ich auch noch einen bescheidenen Beitrag als Nicht-Fachmann auf dem Heizungssektor liefern und die Diskussion anregen.

Soviel mir bekannt ist, für alle die darüber nichts wissen, ist die latente Wärme jene Wärme, die benötigt wird um einen Stoff von einem Aggregatzustand in den anderen zu bringen, ohne dabei die Temperatur zu erhöhen. Wenn ich also 1kg Eis schmelzen möchte, benötige ich gleich viel Energie wie denselben von 0°C auf 80°C zu erwärmen.

Wenn ich also 1000l Wasser von 30°C auf 85°C erwärme, habe ich nur eine Temperaturdifferenz von 55°C. Beim Paraffinspeicher wäre es zwar dieselbe Temperaturdifferenz jedoch eine ungemein höhere Energiemenge.

Soweit so gut, denke ich mir. Die Kostenseite konnte ich noch nicht herausfinden da mir ein verbindliches Angebot fehlt.

Das Argument dass Paraffin ein schädlicher Stoff ist und deshalb umwelttechnisch bedenklich sein sollte kann ich ebenso wenig akzeptieren, wie dass Wasser zu kostbar ist um es zu speichern. Bei uns im Alpenraum fließt doch täglich mehr "Trinkwasser" die Bäche hinunter, als wir verwenden können.

Regelungstechnisch würde mich interessieren ob bei einer Solaranlage das Füllmedium im Kollektor nach 2h Sonneneinstrahlung wirklich nur 40°C erreichen soll? Ist es nicht so dass das Füllmedium viel wärmer ist? Die nutzbare Wärmemenge die im Winter zur Verfügung steht ist natürlich geringer.

Freue mich über eine Diskussion zu diesem Thema, die mir hoffentlich auch Aufschluß über so manche Dinge bringt.

mfG
Florian


Florian Bucher | 10.10.06 10:02

Lieber Herr Bucher,

die nutzbaren Temperaturen in einem Solarkollektorfeld mit Trägflußprinzip können je nach Betriebszustand (Sonneneinstrahlung, Außentemperatur und Pufferspeichertemperatur) in der Praxis zwischen 25 und 120 Grad Celsius liegen.


Timo Leukefeld | 10.10.06 11:33

Hallo Herr Leukefeld,

dann müßte man also in einen Latentspeicherpaket verschiedene Temperaturen fahren um die Energie zu speichern?
Das ist regelungstechnisch sicher sehr aufwändig, falls überhaupt möglich.
Habe mich nun über dieses Thema noch mehr informiert, wobei natürlich jeder seine eigene Wahrheit verbreitet.
Es wird hier im Netz auch mit Fachbegriffen um sich geworfen, die nicht wirklich in den Zusammenhang passen.
Ich möchte nächstes Jahr in meinem Haus eine heizungsunterstützende Solaranlage installieren und bin deshalb noch beim suchen des richtigen Speichers.

LG

Florian


Florian Bucher | 10.10.06 11:54

Einen sonnigen Tag an alle

Mit Interesse habe ich die Beiträge gelesen.
Aus meiner Erfahrung mit Wasser- sowie mit Latentspeichern kann ich gewiss etwas aufklärend zur Sache beitragen.
1. Latent- unf Wasserspeicher lassen sich absolut nicht direkt miteinander vergleichen. Keiner vergleicht ein modernes Auto mit einer Pferdekutsche obwohl beide der Fotbewegung dienen.
2. Der Endkunde sollte selbst je nach Anwendung und umfassender Beratung beider Speichersysteme, für sich das richtige Produkt wählen. Die Beiträge in diesem Forum tragen dazu nur wenig bei - Ausnahme der Beitrag von Walter 14.07.06 indem ansatzweise das Arbeitsverhalten eines Lateentspeichers beschrieben wird.
3. Die technische Handhabung von beiden Speichersystemen ist unterschiedlich aber durchaus vom ausgebildeten Fachmann und auch vom Endkunden einfach zu beherschen.
Als Fazit: Man benötigt immer für eine entsprechende Anforderung das richtige Produkt.
Zur Spazierfaht eine Pferdekutsche.
Zur energieeffizienten Speicherung thermischer Energie gleich welcher Quelle einen Latentspeicher.
Kleine Anmerkung am Rande. Da es sich hier um ein Forum über Solarenergie handelt. - Die effizienteste Nutzng solarer Energie liegt a- im direkten Verbrauch schon bei niedrigsten Temperaturen. 30° C Solarvorlauf direkt in der Masse - 40°C direkt im Heizkreislauf ohne Zwischenspeicherung und eine Raumtemperatur von über 20° C als Ergebnis. b- Überschüsse speichern in einer Temperaturkonstaten
(latenten Phase )mit niedrigsten Verlusten.

Mit sonnigen Grüßen Detlef Wiemert


Detlef Wiemert | 17.11.06 18:28

Danke, danke an alle,
das hat mich echt weiter gebracht, etwa so wie der Vergleich von Autoversicherungen und Krankenversicherung. Ich glaube ich bleibe bei meiner alten Art der Energiegewinnung mit diesem ganz besonderen Bauelement, dass es erlaubt Sonnenenergie durch die Aussenwand des Gebäudes ins innere zu leiten und dort in Wärmeenergie umzuwandeln. Ich nenne es nur liebevoll: Fenster!


Wolfgang Würth | 22.11.06 17:10

Liebe Leser,

wer nicht ein ausgebuffter Fachmann ist, kann mit den meisten Beiträgen in dieser Sache leider nichts anfangen. Wir haben viele Wortmeldungen trotzdem stehen lassen, in der Hoffnung, sie würden von ihren Autoren wenigstens nachträglich erläutert.

Wir sehen uns in dem Bemühen bestärkt, unseren Kunden und Interessenten wenigstens die Produkte verständlich zu erklären, für die wir geradestehen. Dazu sind wir auf Ihre Hilfe angewiesen. Legen Sie den Finger auf Stellen, wo wir uns verständlicher ausdrücken können! Dafür danken wir im voraus.

Die Redaktion für Netzauftritt und Sonnenfleck,


Oliver Baer | 23.11.06 12:42

Auch in diesem Forum wird leider viel Überflüssiges und manches Schöngeistige unters Volk gebracht. Bei der Solarwärmenutzung geht es doch darum, zum Einen die Wärme direkt und kurzfristig (Tage) nutzbar zu machen und zum anderen sommerliche Überschusswärme in die kalte Jahreszeit zu retten. Für das Erstgenannte sind herkömmliche Wasserspeicher auch deshalb ideal, weil die Wärme rasch abrufbar ist (z.B.am Brauchwasserwärmetauscher). Für das Zweite benötigt man einen Latentspeicher. Beide sind also nicht als Alternative, sondern als zusammengehörende Ergänzung zu sehen. Der springende Punkt eines Latentspeichers ist nun, dass er Wärme nicht physikalisch speichern sollte (höhere Verluste über Zeit sind zwangsläufig), sondern z.B. als chemische Energie durch Phasenübergang fest-flüssig (Beispiel:Eis von 0°nimmt erhebliche Mengen Schmelzenergie auf, um zu Wasser von 0° zu werden; umgekehrt wird diese Energie beim Gefrieren wieder frei!). Auf höherem Wärmeniveau z.B. um 50 ° gibt es Salze die hier eine Phasenübergang haben. Der Paraffinspeicher ist, da er tatsächlich heiß wird (direkte Wärmeverluste!) eigentlich kein Latentspeicher, sondern nur ein "erweiterter Wärmespeicher". Er hat lediglich den Vorteil, dass er die Schmelzwärme mit nutzt und so eine höhere Energiedichte als heisses Wasser besitzt. Damit ist eigentlich gar nichts gewonnen (ausser man hat nur einen sehr kleinen Keller).
Mich würde brennend interessieren, ob jemand was griffiges über echte Latentspeicher weiss und ggf. welche Probleme bei einer nachträglichen Intregration in eine Solaranlage auftreten können. Soweit ich weiss, gibt es noch keine ernstzunehmenden, marktgängigen (und bezahlbaren) Produkte dieser Art. Oder?


Walter S. aus S. | 24.11.06 19:39

Hallo,
Der Latentspeicher wird eines Tages sicherlich zu wirtschaftlich sinnvollen Konditionen auf den Markt kommen.
Bis dahin nutze ich umweltfreundlich, weil CO2 neutral, Holz als Latentspeicher.
Meine 40m2 Solarthermieanlage habe ich mit einem wasserführenden Kaminofen kombiniert und kann so in den sonnenarmen Wintermonaten prima mein Haus heizen. Den Gashahn habe ich zugedreht ,die Therme kommt nur zum Einsatz, wenn ich im Winterurlaub bin.
Erst habe ich über den GENIALEN Beitrag des Hannes Knaus vom 27.7. geschmunzelt.Also über einen Aussenheizkörper nachts die Puffer runterkühlen, das ist doch wirklich daneben.
Aber es hat mich auf eine Idee gebracht:
Ich könnte doch den enormen Energieüberschuß meiner Solaranlage im Sommer nutzen, indem ich in meinem Holzschuppen alte Rippenheizkörper auslege und diese an den 2. Puffer anbinde. Der 1. Puffer bliebe für die Warmwasserversorgung unangetastet und mit der "überschüssigen" Wärme im 2.Puffer könnte ich im Sommer mein auf den Heizkörpern lagerndes Holz trocknen. Die 3jährige Ablagerzeit des Brennholzes könnte so vielleicht halbiert werden ,der Platzbedarf ja somit auch.
Über das "Überwintern" dieser Holztrockungsanlage muß ich mir noch Gedanken machen.
Aber Holz ist ein prima Latentspeicher.
Gruß Klaus


Klaus Perner-Petit | 06.12.06 11:10

Die Methode, mit überschüssiger sommerlicher Solarwärme Holz zu trocknen, ist sehr gut. Schon wenige Prozente trockeneres Holz erhöhen den Heizwert des Holzes erheblich. Die Feuchtigkeit im Holz "auszukochen" beim Verfeuern, frisst nutzlos Energie weg, die der Heizung fehlt und als Wasserdampf durch den Schornstein jagt.


Timo Leukefeld | 06.12.06 23:16

Noch etwas zur Vereinfachung. Von Langzeitwärmespeichern spricht man erst dann, wenn man mit dem Speicher - zum Beispiel im Einfamilienhaus - eine größere solar erzeugte Wärmemenge aus dem Sommer mit in den Winter nimmt und aus dem Speicher den Wärmebedarf in der Heizperiode für mehrere Wochen bzw. Monate abdecken kann.

Das wäre für ein neues, sehr gut gedämmtes Einfamilienhaus ein Warmwasserspeicher größer als 15000 Liter oder ein Paraffinspeicher größer als 5000 Liter Inhalt.

Ein 1000-2000 Liter Pufferspeicher mit Wasserfüllung oder ein 300-600 Liter Pufferspeicher mit Paraffinfüllung können im Vergleich zu oben genannten Volumina nur wenig Wärme speichern, die am ersten oder zweiten Heiztag des Einfamilienhauses im Herbst bereits wieder verbraucht wäre. Bei diesen relativ kleinen Speichern ist der Begriff Langzeitwärmespeicher also nicht angebracht. Die lange Zeit gilt für die Be- und auch Entladung, zu realen Bedingungen am Haus.

Diese relativ kleinen Speicher unterscheiden sich in der Heizperiode kaum im Verhalten, da einen Tag die Sonne scheint, der Speicher die Wärme aufnimmt und diese wegen des hohen Wärmebedarfs des Hauses in der Heizperiode sofort wieder verbraucht wird. Der Speicher ist also nur für maximal einen Tag Zwischenlagerung nützlich. Deswegen gibt es dann auch keinen Vorteil durch das Paraffin. Der Vorteil würde sich im Sommer ergeben, wo ich aber kaum Wärme benötige. Die Restwärme vom Spätsommer ist bei den ersten Heiztagen sofort wieder im Haus verbraucht.

Das soll nur zeigen, dass bei diesen kleinen Speichergrößen die Diskussion zwischen Wasser und Paraffin überhitzt geführt wird, da es in diesen Fällen nur und allein auf den Preis ankommt.

Wer also wirklich Langzeitwärmespeicher einsetzen möchte, um hohe solare Einsparungen zu erzielen braucht so oder so große Volumina, die sich je nach Stoffinhalt preislich erheblich unterscheiden. Deswegen ist Wasser im Moment am wirtschaftlichsten s. unsere Tabelle, auf die im Beitrag verwiesen wurde.


Timo Leukefeld | 06.12.06 23:34

Mich interessiert,schon lange die Speicherung von "überschüssiger" Wärme in Latentspeichern. Meine Überlegungen rühren aus dem schon mehrfachen Bau von BHKW's. Ich habe nun die Problemstellung gehabt, dass ein Bekannter, einen 4-Zylinder-Motor wärmegeführt betreiben wollte um die Abwärme des Motors, wie ich es bei der Planung solcher Anlagen auch immer versuche "vernünftig" zu nutzen, und nicht wie z.B. bei großen Biogasanlagen über riesige Notkühler zu vernichten. Damit der Motor nicht zu oft taktet, was die Lebensdauer stark beeinträchtigen würde, mußte ich nun einen Puffer einplanen, damit die Laufzeiten des Motors verlängert wurden. Da war nun das Problem des Platzbedarfes eines Wasserpufferspeichers. Nun schlug ich meinem Bekannten vor einen Latentspeicher zu verwenden, der ja auf grund der spezifischen Wärmekapazität in der Aggregatzustandsänderung von fest auf flüssig bei relativ geringen Temperaturen (ca. 60°C), ein wesentlich geringers Volumen aufweist als wie bekannt ein Wasserspeicher, der als Druckspeicher ausgeführt zudem noch ein Ausdehnungsgefäß benötigt, das in etwa die Größe von 10% des Speichervolumens beeinhalten müsste. Lange Rede kurzer Sinn, was kostet denn eigentlich so ein Speicher, oder nach welcher Faustformel kann ich den Leuten ungefär vermitteln was z.B. das Kilo Speichermedium kostet (Daumenwerte reichen mir, ich will halt den Leuten die Angst vor zu großen Investitionskosten nehmen, da Latentwärmespeicherung eine, meiner Meinung nach, zukunftsweisende Technik ist)

mfg Sebastian Pohler


Sebastian Pohler | 14.12.06 14:03

Werter Herr Pohler,

diese Angaben finden Sie in unserer Tabelle Vergleich von Wasser zu Paraffin unter Wärmespeichermedien im Vergleich.


Timo Leukefeld | 14.12.06 14:27

Hallo zusammen,

in meinem Haus gibt es leider keinen Keller und nur einen kleinen Anbau, in dem allenfalls ein 500 Litertank Platz hat.

Da wäre so eine Lösung mit einem Paraffinspeicher für den Dachboden doch eine feine Sache. Dort wäre ausreichend Platz, um soviele Module einzubauen, dass die Solarwärme auch die Heizung mit unterstützt - bzw einen Teil der Heizenergie eines Holzofens mit eingebracht werden kann.

Ansonsten könnte ich nur im Carport einen Schuppen für einen großen Wassertank hinstellen - ob das so doll ist, weiss ich aber nicht.

Grüße
Michael Leitl


Michael Leitl | 11.01.07 13:05

Lieber Herr Leitl,

technisch ist das so umsetzbar. Entscheidend für die Investion ist aber das Kosten Nutzen Verhältnis. Lassen Sie sich diese Variante anbieten und schriftlich die Brennstoffeinsparung garantieren. Bei dem extrem hohen Preis für den Paraffinspeicher ist die Wirtschaftlichkeit meist mehr als grenzwertig.


Timo Leukefeld | 11.01.07 17:08

ich habe mich bereits für latentspeicher aus paraffin entschieden, eingebaut werden sie im märz diesen jahres. ich halte sie für eine zukunftsweisende und gute technik! ein holzkessel und eine solaranlage sind die energielieferanten für unser haus, je nach wetterlage.

die gründe pro latent:
1. höhere speicherkapazität des paraffins, bedeutet für mich: dass auch nach ca. 4-5 trüben tagen, die auf eine sonnenscheindauer folgten, der holzkessel nicht angeworfen werden muß, da der solare eintrag noch aus den latentspeichern genutzt werden kann.

2. geringere verluste des speichersystems:
meinen infos zufolge liegt die verlustquote eines latentspeichers bei ca. 2-4%/tag, bei gut isolierten wasserspeichern bei 12-16%/tag. heißt: unkontrollierte verluste an den aufstellraum sind bei latentspeicher deutlich geringer und die wärme kommt länger da an, wo ich sie haben möchte: brauchwasser oder wohnzimmer etc.. folge: siehe 1.

3. ökologie: ein holzkessel arbeitet effizient (ist ein holzvergaser), wenn er eine ladung komplett unter volldampf verbrennen kann: geringere NOx-werte etc. d.h., ich möchte die energie eines kompletten abbrandes so lange wie möglich verlustarm speichern, um nicht schon am nächsten morgen wieder den kessel anschüren zu müssen. (womöglich dann auch nur im teillast-betrieb). somit lasse ich der sonne länger die chance, sich wieder auf meinem dach "niederzulassen".
anmerkung zu gas- oder ölheizungen: hier ist die ökologische seite bzgl. der "kaltstarts" durch den einsatz eines latentspeichers noch eine viel erfreulichere: die modulation kann ausbleiben, dadurch sinkt die umweltbelastung enorm (kaum mehr unverbrannte kohlenwasserstoffe), die effektivität der brennstoffnutzung steigt gleichzeitig. allerdings sorgt auch hier die latenttechnik für keinen ausgleich des negativen vorzeichens "fossiler energieträger".

grundvoraussetzung für diese nutzung:
ein energie-effizientes wohngebäude, dessen wärmeverteilung eine niedrige vorlauftemparatur verträgt. (jede nicht erzeugte kWh ist die beste!)

wenn ich im märz noch an dieses forum denke, stelle ich gerne die gewonnen erstmalige praktische erfahrung mit diesem system ein!

das thema bhkw ist übrigens in diesem zusammenhang ein sehr interessantes. ich empfehle dem technikus progressivikus, dran zu bleiben!

mit sonnigen grüßen
uwe burkhardt
isPRO visions -netzwerk für nachhaltige entwicklung


uwe burkhardt | 26.01.07 17:21

Hallo miteinander

Hab mir das alles durchgelesen und so wie es scheint haben beide Systeme in ihren Bereichen ihre Vorteile.
Meine Frage an euch,
Warum kombiniert man das ganze nicht?
Man nehme einen Schichtenspeicher und in diesem bringt man einen Behälter mit Paraffin an.
Ist das zu kompliziert oder zu teuer?
Miteinander geht oft besser wie gegeneinander.

MfG
Peter Roos


Peter Roos | 27.01.07 16:10

Zugegeben Parafinspeicher in der heutigen Form sind noch nicht ausgereift. Aber gerade wenn es darum geht ein Gebäude zukünftig von der Wärmezufuhr völlig autark zu gestalten - also die Sommerwärme mit in den Winter zu nehmen - gibt es sicher keine wirklich praktikable Massenmarkt taugliche Alternative. Ein 16.000 l Wasserspeicher nimmt in einem Gebäude nicht nur unheimlich viel Platz weg, sondern der Flächenverbrauch und die Baukonstruktiven Maßnahmen verschlingen zusätzliches Geld. Das sollte man bei der Betrachtung in dieser Dimension berücksichtigen. Leider gibt es dazu noch keine Angaben. Der Kostenvorteil von Wasser dürfte hier aber beträchtlich abschrumpfen. Der Parafinspeicher ist noch eine junge Technologie und bei einer Massenproduktion verringern sich die Kosten im allgemeinen um den Faktor 10. Der Unterschied zum Wasserspeicher ist dann nur noch gering oder gar günstiger. Riesige Wassertanks gibt es ja schon seit mindestens 15 Jahren. Die ersten waren 25.000 l groß. Vor allem durch die Gebäudeoptimierung und Verbesserung der Dämmeigenschaften des Speichers wurden diese kleiner. Aber irgendwann ist hier die technologische Grenze erreicht. Viel weniger als 15.000 l sehe ich für ein Einfamilienhaus nicht. In dieser Dimensionierung bleibt der Wärmespeicher für den Winter ein reines Nischenprodukt. Von Wärmespeichern auf Wasserbasis für Mehrfamilienhäusern reden wir erst gar nicht. Ebenso wenig wird der Langzeitwasserspeicher geeignet sein, wenn man diesen als Nachrüstung in ein bestehendes Gebäude integrieren möchte. Hier kann die Parafinbasis sicher heute schon eine bieten.

Der Parafinspeicher hat seine technologische Optimierung erst vor sich und sicher wird es hier noch zu einer Kapazitätserhöhung / Volumenverkleinerung kommen, denn Parafin ist nicht gleich Parafin. Bei Parafin denken alle an herkömmliches Kerzenwachs. Die Parafine sind aber eine ganze Kohlenstoffgruppe (Alkane). Diese Unterscheiden sich in der Anzahl der CH2 Gruppen. Zusätzlich kann jedes Parafin trotzt gleicher Anzahl an Kohlenstoff- und Wasserstoffatomen unterschiedlich im Atomaufbau sein. Diese Unterschiedlichen Molekülketten nennt man dann Isomere. Das C5H12 besitzt 3 Isomere und das C20H42 besitzt theoretisch schon 366.319 Isomere. Je länger die Molekülkette, desto mehr Isomere können vorhanden sein. Jedes Isomer hat eine andere Dichte und einen anderen Schmelz- und Siedepunkt und damit auch andere Wärmekapazitätseigenschaften. Man kann hieran erkennen, welch weites Forschungsfeld sich hier auftut. Hier steckt sicher erhebliches Optimierungspotential dahinter. Im übrigen wurde an der Hochschule Aachen bereits ein System getestet was eine 6 mal höhere Wärmeleitfähigkeit gegenüber reinem Parafin hat.

Von Ihnen Herr Leukefeld hätte ich eine etwas objektivere und weitsichtigere Betrachtung des Themas erwartet. Eine hier größten Teils auf Kosten-Nutzen abgestellte Rechnung ist zu billig. Ihre gesamte Branche würde nicht existieren, hätte jeder in der Vergangenheit so argumentiert und gerechnet. Leider geht der Weitblick auch hier langsam verloren, obwohl das eigentliche Ziel noch nicht erreicht ist. Parafinspeicher werden zukünftig ihren Beitrag zum Klimaschutz leisten. Sie könnten diese Entwicklung mit gestalten!


Dieszner | 29.01.07 15:55

Lieber Herr Burkhardt!

Zu 1:

Es bleibt der Umstand, dass man für dieselbe Energiespeicherung 4-5 mal so viel bezahlt.Im beschriebenen Fall wäre es wirtschaftlicher, auf Solar- oder Paraffinspeicher ganz zu verzichten und dafür Holz zu verheizen. In der Heizperiode überbrückt bei solchem Wetter keiner 5 Tage! Ein Wasserspeicher würde gefüllt in der Heizperiode keinen halben Tag reichen, ein Paraffinspeicher keine 1,5 Tage. Gegen die Physik ist da nichts zu machen.

Zu 2:

Unsere neuen Speicher verlieren nur noch 4-6% pro Tag.

Zu 3:

Auch bei einem Wasserspeicher kann der Holzvergaser komplett abbrennen. Wir praktizieren überall, wo man uns lässt, Heizungsoptimierung und Senkung der Brennerstarts auf ein Viertel.

Zu Ihrem Angebot, Ihre Daten hier einzustellen:

Unter der Voraussetzung, dass Sie angeben, wie Sie vermessen und wenn Sie mit der Rechnung den Preis Ihrer Solaranlage und des Latentspeichers nachweisen - gerne! Dann veröffentlichen wir. Sonst bliebe es bei Behauptungen.


Oliver Baer | 30.01.07 09:52

Lieber Herr Dieszner,

danke für Ihren ausführlichen Beitrag! Dass Sie die Kosten-Nutzen-Erwägung einfach als unobjektiv abkanzeln, bleibt Ihnen unbenommen. Die meisten potentiellen Käufer sind da anderer Meinung.

Sie erwähnen das Verbesserungspotenzial des Paraffinspeichers. Ich versichere Ihnen, darauf freuen wir uns auch. Sie scheinen zu übersehen, dass wir schon vor Jahren angekündigt haben, gerade diesen Markt im Sinne unserer Kunden im Auge zu behalten.

Dasselbe gilt für das Potenzial der Kostenreduzierung durch Massenfertigung. Bis diese verwirklicht ist, werden die meisten Käufer darauf bestehen: Wieviel muss ich hinblättern und was bekomme ich dafür? Ich bringe kein Verständnis dafür auf, dass Sie diese Überlegung verunglimpfen.


Oliver Baer | 30.01.07 10:04

Liebe Leser und Diskutanten,

aus gegebener Veranlassung will ich uns daran erinnern: Jeder Weblog ist wie das Wohnzimmer des Gastgebers, der den Weblog ins Netz stellt. Gäste sind zum Gespräch herzlich eingeladen, zum Widerspruch, zum fachlichen Streit.

Aber Pöbeleien muss sich kein Gastgeber gefallen lassen. Um bei dem Bild des Wohnzimmers zu bleiben: Wenn Sie den Gastgeber beleidigen möchten, tun Sie das, wo Sie möchten, nicht aber in seinem Wohnzimmer! Das gebietet der Anstand.

Ich erwähne das hier, falls dem einen oder anderen Streichungen auffallen oder weil sein Kommentar gar nicht freigeschaltet wird.

Mit besten Grüßen,
Ihr Redakteur des Sonnenflecks,


Oliver Baer | 30.01.07 10:16

Lieber Herr Dieszner,

Zugegeben Parafinspeicher in der heutigen Form sind noch nicht ausgereift. Aber gerade wenn es darum geht ein Gebäude zukünftig von der Wärmezufuhr völlig autark zu gestalten - also die Sommerwärme mit in den Winter zu nehmen - gibt es sicher keine wirklich praktikable Massenmarkt taugliche Alternative.

Das stimmt nicht: Josef Jenni in der Schweiz hat bereits einige hundert solche Häuser mit diesen Speichern gebaut, wir sind erst - oder schon - beim zweiten.

Ein 16.000 l Wasserspeicher nimmt in einem Gebäude nicht nur unheimlich viel Platz weg, sondern der Flächenverbrauch und die Baukonstruktiven Maßnahmen verschlingen zusätzliches Geld.

Wir bauen die Speicher nicht in die Breite, sondern in die Höhe. So bleibt der Flächenverbrauch eher gering, wir nähern uns der idealen Temperaturschichtung UND die - verbliebenen - Wärmeverluste bleiben gut verteilt im Haus und heizen es auf.

Das sollte man bei der Betrachtung in dieser Dimension berücksichtigen. Leider gibt es dazu noch keine Angaben. Der Kostenvorteil von Wasser dürfte hier aber beträchtlich abschrumpfen. Der Parafinspeicher ist noch eine junge Technologie und bei einer Massenproduktion verringern sich die Kosten im allgemeinen um den Faktor 10.

So jung ist diese Technik nicht, sie wird seit über 15 Jahren erforscht und praktiziert, ist aber noch immer kein günstiges Massenprodukt. Woran liegt das wohl?

Der Unterschied zum Wasserspeicher ist dann nur noch gering oder gar günstiger. Riesige Wassertanks gibt es ja schon seit mindestens 15 Jahren. Die ersten waren 25.000 l groß. Vor allem durch die Gebäudeoptimierung und Verbesserung der Dämmeigenschaften des Speichers wurden diese kleiner. Aber irgendwann ist hier die technologische Grenze erreicht. Viel weniger als 15.000 l sehe ich für ein Einfamilienhaus nicht. In dieser Dimensionierung bleibt der Wärmespeicher für den Winter ein reines Nischenprodukt. Von Wärmespeichern auf Wasserbasis für Mehrfamilienhäusern reden wir erst gar nicht.

Ein Nischenprodukt, im Vergleich zum Paraffinspeicher? Mehrfamilienhäuser hat Jenni schon versorgt und wir werden es auch tun.

Ebenso wenig wird der Langzeitwasserspeicher geeignet sein, wenn man diesen als Nachrüstung in ein bestehendes Gebäude integrieren möchte. Hier kann die Parafinbasis sicher heute schon eine bieten.

Die Nachrüstung in diesen Größenordnungen im Altbau ist weder mit Wassersaison- noch mit Paraffinspeichern sinnvoll, dazu ist der Energiehunger der alten Gebäude viel zu hoch.

Der Parafinspeicher hat seine technologische Optimierung erst vor sich und sicher wird es hier noch zu einer Kapazitätserhöhung / Volumenverkleinerung kommen, denn Parafin ist nicht gleich Parafin. Bei Parafin denken alle an herkömmliches Kerzenwachs. Die Parafine sind aber eine ganze Kohlenstoffgruppe (Alkane). Diese Unterscheiden sich in der Anzahl der CH2 Gruppen. Zusätzlich kann jedes Parafin trotzt gleicher Anzahl an Kohlenstoff- und Wasserstoffatomen unterschiedlich im Atomaufbau sein. Diese Unterschiedlichen Molekülketten nennt man dann Isomere. Das C5H12 besitzt 3 Isomere und das C20H42 besitzt theoretisch schon 366.319 Isomere. Je länger die Molekülkette, desto mehr Isomere können vorhanden sein. Jedes Isomer hat eine andere Dichte und einen anderen Schmelz- und Siedepunkt und damit auch andere Wärmekapazitätseigenschaften. Man kann hieran erkennen, welch weites Forschungsfeld sich hier auftut.

Arbeitsplätze gibt es bisher vor allem für die Forscher, seit 15 Jahren.

Hier steckt sicher erhebliches Optimierungspotential dahinter. Im übrigen wurde an der Hochschule Aachen bereits ein System getestet was eine 6 mal höhere Wärmeleitfähigkeit gegenüber reinem Parafin hat.

Wärmeleitung ist nicht zu verwechseln mit Wärmekapazität (Wärmespeicherung). Kupfer zum Beispiel leitet Wärme X mal besser als Wasser, trotzdem speichert Wasser X mal mehr Energie als Kupfer und ist XXL mal billiger als Kupfer.

Von Ihnen Herr Leukefeld hätte ich eine etwas objektivere und weitsichtigere Betrachtung des Themas erwartet.

Ach wissen Sie, bisher ist unsere Vergleichstabelle im Netz die einzige überhaupt, die Wasser und Paraffin zumindest versuchsweise objektiv vergleicht.

Eine hier größten Teils auf Kosten-Nutzen abgestellte Rechnung ist zu billig. Ihre gesamte Branche würde nicht existieren, hätte jeder in der Vergangenheit so argumentiert und gerechnet. Leider geht der Weitblick auch hier langsam verloren, obwohl das eigentliche Ziel noch nicht erreicht ist. Parafinspeicher werden zukünftig ihren Beitrag zum Klimaschutz leisten. Sie könnten diese Entwicklung mit gestalten!

Auf die Kosten-Nutzen-Betrachtung gingen wir bereits ein. Gerne gestalten wir die Zukunft, ausgehend von der Gegenwart und diese gebietet, dass wir unsere Kunden nicht als Versuchskaninchen missbrauchen.


Oliver Baer | 01.02.07 13:48

Was ist denn der Grund, weshalb Parafinspeicher derart teuer sind und wie erhofft man sich denn erhebliche Kostenersparnis durch massenhafte Fertigung oder Weiterentwicklung? Kann dazu jemand etwas für einen Laien verständliches sagen?


Ralf Liebers | 09.02.07 12:35

Lieber Herr Baer!

Ich habe das Gefühl wie in der Politik., hier fehlen Zahlen und Fakten.

Die Tabelle „ Wärmespeichermedien im Vergleich „ ist doch für Nutzer nichts ,
oder fast nichts sagend .
Beide Speichermediums im Vergleich stelle ich mir so vor.

Ich stecke eine realistische Wärmeenergiemenge von einer Solaranlage
(z.B. von 15 m² in 3 Sommertagen ) in die Speicher .
Danach keine Energie zufuhr mehr und nach 3 Tagen oder 5 oder oder ,
frage ich mich wie viel Nutzbare KW Energie noch im Speicher enthalten sind.

Die Behältergröße würde ich nach der Empfehlung der beiden Firmen für so
eine Solaranlage einsetzen.

zu meiner Hausanlage 13 Jahre alt
40 m² Solar (Südseite)
Die Wärmeabnehmer:
1x Warmwasserspeicher 500 l
1x Pufferspeicher 500 l
1x Warmwasserspeicher 300 l (Regenwasser)
1x Wärmetauscher Heizungsrücklauf
1x 400 m Erdkollektor
1x alte Gussradiatoren im Partykeller 40 m²

Haus 150 m² beheizte Fläche (Fußbodenheizung)
14 KW Wärmepumpe (mit Erdkollektoren Fläche )

Mit besten Grüßen
U. Mäser


U. Mäser | 10.02.07 10:48

Lieber Herr Mäser,

so eine Tabelle kann nur so gut sein, wie die Daten, die zur Verfügung stehen - da gebe ich Ihnen gerne recht. Wir wünschen uns auch, dass sie aussagekräftiger würde.

Was Sie vorschlagen, grenzt an den Idealfall, nämlich den objektiven Vergleich zwischen zwei Systemkonzepten. Dieser müsste durch ein neutrales Institut ausgeführt werden und die Versuchsanordnung müsste sicherstellen, dass man auch beim Vergleich von Äpfel und Birnen zu stimmigen Aussagen kommt.

Möglich wäre es, kostspielig allerdings auch. Wir wären bestimmt dabei, aber wer packt es an und wer bezahlt es?


Oliver Baer | 12.02.07 10:51

Hallo Freunde,

Das ganze ist ein Platzproblem. Der Langzeit
Jahres Latentspeicher wird noch kommen.

Wenn jemand ein Neues Haus baut und noch Geld über hat, dann könnte er wie folgt konstruieren:
In der Mitte des Hauses Turmartig einen Warmwasser Großpufferspeicher einbauen ca. 50 bis 100 Tsd. Liter, dann kann er Solarwärme aus dem Sommer hinüberretten.
Durch öffnen gewisser Türen oder Klappen an der Speicherverkleidung kann er dann schöne Strahlungswärme geniessen wie bei einem Kachelofen. Dieser Großspeicher könnte dann auch die Wärme enes Rapsölkraftwerkes völlig aufnehmen und zwar immer nur zu Zeiten wo die E- Werke selber teuren Strom produzieren müssen. Es wird also Nachts nicht laufen. Solche Lösungen müssten die E-Werke und Förderstellen begrüßen.
Dieses Geld ist besser angelegt als an der Börse oder als bei den Neujahrsknallern.
Aber alle Achtung für die die jetzt schon
Latentspeicher einbauen und in diesem Feld forschen. Das wird das Ganze wirtschaftlich machen. Einer muss immer den Anfang machen.

Mit wärmenden Grüßen

Gerhard Kost Elektromeister St. Ulrich Tirol
am schönen Pillersee Kitzbüheler Alpen


Gerhard Kost | 12.02.07 19:07

Sehr geehrter Herr Kost,

Sie haben da vollkommen recht. Es sollten sich im Markt viele verschiedene Konzepte entwickeln, Sonnenwärme langfristig und wirtschaftlich zu speichern.

Allerdings muß ich erwähnen, dass nicht erst jetzt an Latentspeichern geforscht wird! An Latentspeichern unterschiedlichster Konzeptionen wird seit nunmehr über 15 Jahren geforscht. Die technische Funktion ist schon lange gelöst und bewiesen, trotzdem ist es immer noch nicht zu einem preiswerten Massenprodukt gekommen. Es hängt also im Großen und Ganzen an der Frage der Wirtschaftlichkeit. Ein Kreis, der nur schwer zu durchbrechen ist.

Herzliche Grüße von Timo Leukefeld


Timo Leukefeld | 12.02.07 20:54

Sehr geehrte Damen und Herren,

Als zufriedener Besitzer einer Solaranlage zur Trinkwassererwärmung würde ich gerne eine Erweiterung zur Heizungsunterstützung vornehmen.
Hierzu müsste die Kollektorfläche vergrößert werden sowie ein Wärmespeicher vorgesehen werden. Ich habe mit Interesse die Erfahrungsberichte einiger Teilnehmer dieses Forums verfolgt und mithin erkannt, daß das Problem des Wärmeüberschusses im Sommer nur sinnvoll mittels PCM-Speicher, also Phase Change Material-Speicher lösbar ist. Meine weiteren Recherchen im Internet führten mich nur zu Firmen, welche mittlerweile in Insolvenz geraten sind bzw. zu Materialien, welche nicht alterungsstabil sind. Ein Nachschlag im VDI-Wärmeatlas bezüglich der Wärmekapazitäten von Stoffen erbrachte, daß nur Ammoniak eine höheres c aufweist als Wasser, allerdings auch nur um fast das doppelte.

Wenn man sich die Handhabung von Wasser unter wirtschaftlichen und sicherheitstechnischen Aspekten anschaut, gibt es eigentlich zuzeit nichts vergleichbares. Gibt es jemand im Forum, der etwas über sogenannte Salzspeicher sagen kann ?


Bernd Nowotny | 06.03.07 21:50

sehr gehrte damen und herren.

vor ca. drei jahren startete ich an verschiedenen bauvorhaben versuche mit in der bodenplatte integrierten paraffinspeichern. diese sind in ihrer auslegung nicht als langzeitspeicher geplant worden sondern als eine möglichkeit über kurze zeiträume hinwegzuhelfen und technische anlagen wie z.b luftwasserwärmepumpen nur noch im tagbetrieb unterhalten zu können und solare erträge ab 27c°direkt nutzen zu können und dies in einem vom prinzip her verlust freien speicher- in einer aktivierten betonbodenplatte-zu nutzen. infos hierzu sind unter www.architekt-blasweiler.de zu finden


markus blasweiler | 15.03.07 22:47

Hallo liebe Solarfreunde,

ich habe in 2004 eine 160 qm therm. Solaranlage mit kombiniertem 60 kW Stückholzkessel und 11800 Litern Wasserspeicher installliert. Was mich ärgert ist der Umstand, dass ich die überschüssige Energie aus dem bevorstehenden Sommer noch nicht für den Winter speichern kann. Da ich einen Bauernhof und genügend Land habe, dürfte die Wahl klar auf einen sehr großen Wasserwärmespeicher fallen, nach allem was ich hier gelesen habe, ist Paraffin schlicht und ergreigend zu teuer. Da ich zudem Maurermeister bin, würde ich gerne den Speicher selbst mauern oder betonieren. Kennt sich hier jemand mit den ideal Maßen aus?? Ich habe rund 550 qm Wohnfläche zu versorgen und 9 Personen mit warmen Wasser. Ich wäre hier für einige praktische Tips sehr dankbar. Zur Zeit verbringe ich viel Zeit mit der Heranschaffung, Bearbeitung, Lagerung von Holz. Diese Zeit würde ich lieber mit meinen 3 Kindern verbringen. Schließlich schickt uns die Sonne im Sommer so viel Energie, dass ich auf die Errichtung eines ca. 60.000 - 100.000 Liter Langzeitspeichers besser meine Zeit verwenden kann, statt immer mehr Holz zu verheizen. Der Speicher soll auf alle Fälle im Boden entstehen, allseitig mit Perimeterdämmung von ca. 20 cm gedämmt sein und zur Ausdehnung einen großen Überlauf oder Ähnliches haben.

Ich liebe diese technik, bin jedoch kein Heizungsfachmann und somit auf fachkundige Solarfreunde angewiesen.

Viele Grüße von den Bahamas

Rudi Kemkes


Rudi Kemkes | 08.04.07 03:48

Herr Uwe Burkhardt kündigte an, einen Latentwärmespeicher im Mätz diesen Jahres zu installieren. Gibt es bereits Erkenntnisse?


Ferdinand Grauvogl | 06.05.07 12:49

An Alle Kommentatoren und Fachleute.

Als Architekt baue ich aus Kostengründen, insbesondere für die nahe Zukunft gesehen, Passivhäuser. Als Energiequelle benutze ich in 2 Achsen nachgeführte Sonnenkollektoren mit Hohlspiegeln. Im Sommer habe ich überflüssige Energie mit über 120°C. Diese speichere ich in billigen wärbegedämmten Erdspeichern. Das reicht auch im Dezember, Januar und Februar für Heizung, Warmwasser auch für die Waschmaschine und die Geschirrspühlmaschine.

Zu meinem Problem: Ich wandle ein Dachgeschoss zum Passivhaus um. Was gibt es besseres zum Speicher als einen großen Latentspeicher mit Paraffin? Mein Bauherr ist sich bewust, dass er in 5-10 Jahren über die Kosten der Anlage herzlich lachen kann. Egal wie, die Kosten sind vom Tisch. Für Positive Vorschläge meine E-Mail:

Alexander.Dessombes@web.de


Alexander Dessombes | 09.08.07 09:04

Hallo Herr Dessombes

Schauen sie mal unter www.gono-therm.com. Vielleicht ist das eine Lösung für Sie: die Kombination aus Wasser und PCM.

MfG Peter Roos


Roos | 03.09.07 20:03

Oder vielleicht bringt dieser kompakte und einfache Latentspeicher die Lösung. ( www.panumtech.com )

Habe diese Latentwärmespeicher auf einer Messe in Potsdam gesehen und erhielt dort durch den Herren auch eine sehr kompetente Beratung.
Diese sogenannte Latent Power Box ist relativ klein und man kann sie stapeln.

Austeller war die Firma Mothes www.ra-solar.de
Vielleicht hilft das ja weiter.

Gruß
Gerd Bernotad


Gerd Bernotad | 18.10.07 09:29

Hallo,

bin seit geraumer Zeit auch nach der Suche für einen geeigneten Speicher für unsere ETA PE 15Pelletsanlage mit 13qm Solarfläche...

da bin ich über Schichtenspeicher der Fa. Sailer auf latento von

http://www.ivt-group.com/index.php?id=45

gestossen...die kombinieren beides....Hauptvorteil neben der Grösse ist wohl, dass das Pufferwasser komplett keine Verwirbelungen bekommt da alle Wärmelieferanten und -abnehmer über Wärmetauscher angeschlossen sind...

Meinungen, Erfahrungen dazu??

Grüsse

N. Anclam


Nicole Anclam | 31.10.07 22:01

Hallo,

alle diese von Herstellern kontrollierten Foren haben ja leider einen gemeinsamen Nachteil: es wird von den Firmenvertretern immer das gepredigt, was mit dem eigenen Produkt konform ist und was man selbst nicht anbietet, ist ohnehin schlecht :-(

So kommt mir auch die Diskussion um die Latentspeicherung vor. Mein Problem ist, dass ich einfach keinen Platz für tausende Liter Pufferspeicher habe, also nach einer deutlich höheren Energiedichte als bei Wasser suchen muß. Wenn das Ganze 4000.- statt 1000.- kostet, na und? Wenn ich das ins Verhältnis zu den Kosten meines EFH setze, ist es doch eine Lapalie und wenn ich von einer Nutzung von 20 Jahren ausgehe, dann sind das 12,50 im Monat mehr. Also, das Kostenargument ist für mich einfach nicht stichhaltig.

Das Argument der größeren Trägheit gegenüber Wasser spielt für mich auch keine Rolle, denn ich habe Fußbodenheizung und speise warmes Wasser ohnehin nur in zwei Intervallen früh und nachmittags ein (funktioniert seit 14 Jahren auch im Winter).

Was wäre noch zu beachten? Nicht ganz verstanden habe ich die Diskussion über verschiedene nötige Temperaturlevel im Latentspeicher, könnte das bitte nochmal jemand für einen gebildeten Laien erklären?

Grüße
Dieter Carl


Dieter Carl | 03.11.07 17:21

Lieber Herr Carl,

Anbieter von Latentspeichern wirken hier nicht mit, jedenfalls nicht offen. Wir haben dazu eingeladen, ohne Erfolg.


Oliver Baer | 03.11.07 18:58

Herr Baer,

mir ging es darum, dass Sie die Latentspeicher ablehnen, mit Gründen, die ich nicht nachvollziehen kann (s.o.). Was für eine Lösung schlagen Sie mir denn vor, da ich in meinem HWR nur einen Speicher mit max. 700 l aufstellen kann?

Grüße


Dieter Carl | 04.11.07 18:53

Hallo Herr Carl,

Solarwärme ist nur eine Lösung von vielen Lösungen, seine Heizkosten zu senken. In jedem Fall sollte es wirtschaftlich sein. Wenn zu wenig Platz auf dem Dach für Kollektoren ist, wenn zu wenig Speichervolumen in den Heizraum geht oder oder oder, raten wir von einer Solarheizung ab. Andere Maßnahmen können in solchen Fällen sinnvoller, vor allem wirtschaftlicher sein. Neue Fenster oder die Dämmung verbessern, oder einen neueren Heizkessel mit besserem Wirkungsgrad einbauen oder den Brennstoff wechseln oder oder. Hier aus Platzgründen auf die Wirtschaftlichkeit zu verzichten (4-5 facher Preis) spräche gegen sinnvolle Wirtschaftlichkeitsgedanken.

Sonnige Grüße von Timo Leukefeld


Timo Leukefeld | 05.11.07 10:31

Hallo Forumsschreiber,

ich habe einen 9000 l Heizötank im Keller. Den benötige ich nicht mehr. Könnte man daraus einen Latantwärmespeicher bauen?

der Herr Peter


Peter | 16.11.07 00:57

Man kann....

Doch der Aufwand dürfte aber nicht unbedingt sinnvoll sein.
Kann man genau nur vor Ort beurteilen.

Unsere Empfehlung bei 9000 Liter Speichervolumen: Tanks reinigen und als drucklosen Pufferspeicher mit Wasserfüllung verwenden. Dürfte eine kostengünstigere und trotzdem effektive Variante sein.

Gruß
Panda Team


Panda-Team | 27.11.07 05:24

Hallo,
da der Schmelzpunkt des Paraffin bei ca. 60 Grad liegt, dürfte doch auch Glasfiber/Kunstharz als Tankmaterial ausreichend sein, völlig korrosionsfrei! Oder? Wenn genügend Platz vorhanden ist, könnte auch ein mineralischer(Stein)Speicher mit mind. 60 cm Isolierung als Langzeitspeicher bzw. zweiter Pufferspeicher eingesetzt werden. Wurde schon vor dem Kriege erprobt, leider aber nur mit ungefähr dem 3fachen Volumen eines Wasserspeichers, aber auch korrosionsfrei bei Verwendung von entsprechendem Rohrmaterial. Ist halt neben der Platz- auch eine Kostenfrage! Deshalb so nach und nach die Voraussetzungen für weniger Energieverbrauch (sprich Dämmung etc.) schaffen. Das kann sich so auswirken, das trotz der Preissteigerungen auf dem Energiemarkt diese Kosten nicht erhöhen und CO2 eingespart wird. Für fast jeden Althausbesitzer mit entwas Geschick und Willen machbar. Vielleicht ist dann bis dahin das Speicherproblem moderner gelöst und für jeden erschwinglich sowie anwendbar!
Grüße
E. Mandler


Mandler | 28.12.07 20:50

Hallo,

Hat jemand Erfahrung mit einem abdeckbaren Innenpool als Wäremspeicher? Durch das grosse Volumen und mit Wäremepumpe könnte die Energie doch für Heizung/WW genutzt werden? Natürlich muss der Pool wieder "aufgeladen werden" so zB Sonnenkollektor oder mit den Solarziegel "http://www.swissmetal.com/Project_SolarTiles/".

Grüsse,
JC Meyer


JC Meyer | 11.01.08 08:34

Hallo,

wir denken über die Latentspeicher etwas anders. Viele Vor und Nachteile wurden hier schon angesprochen, nur neben der wichtigsten Eigenschaft von Paraffin als Latentspeicher wurde die Haltbarkeit des Speichers und die damit im Zusammenhang setehenden Ersparnisse über die Jahrzehnte völlig ausser Acht gelassen.

Wenn ich bedenke, dass mein Kombispeicher im besten Fall 15 Jahre hält und den also in meinem Leben mind. noch 3 mal tauschen muss, dann brauchen wir hier über Amortisation nicht mehr sprechen. Ganz abgesehen davon, das es einen Kombispeicher im Jahre 2020 nicht mehr für 1.500 € geben wird.

Bei der immer wieder auftretenden Diskussion über Amortistion sollten wir auch mal in die Vergangenheit blicken. Für denjenigen, der in 1990 eine Solaranlage gekauft hat ging die Rechnung auf und wer heute seine Heizung mit Sonnenenergie unterstützt wird auch in 2015 froh darüber sein, diese Entscheidung getroffen zu haben.

Thema Wärmepumpe von Herrn Meyer :
Bitte mal eine Anfrage an unsere HP schicken.

mfg
Christian Minor


Minor | 08.02.08 13:32

Die Haltbarkeit bzw. Lebensdauer des Solarspeichers ist ein ganz wichtiger Punkt, den Sie da ansprechen! Ihre Erfahrungen kann ich nur bestätigen. Der übliche, preiswerte solare Kombipufferspeicher zur Heizungsunterstützung und Warmwasserbereitung hat in der Regel meist nur 5 Jahre Garantie, weil die trinkwasserführende Inneneinbauten die Lebensdauer stark einschränken. Nach 10-15 Jahren ist ein solcher Speicher meist defekt und muß ausgetauscht werden. Beinahe hätten Sie gerade die Amortisation erreichet und schon müssten Sie wieder investieren.

Nun stellt sich die Frage: Wie hoch ist die Garantie bei Latentspeichern? Meines Wissens beträgt sie 5-10 Jahre, ist also schon besser im Vergleich zu den Kombipufferspeichern.

Wir arbeiten mit Wasserpufferspeichern, die keine trinkwasserführende Inneneinbauten haben. Alles was irgendwann kaputt gehen könnte, sitzt außen (außenliegende Wärmeübertrager für Solar und Warmwasser). Im Puffer befindet sich nur reines Pufferwasser, dasselbe Wasser wie im Heizkessel und Heizkörper - also kein Trinkwasser. Diese Technik erhöht die Lebensdauer. Solche Speicher haben 20 Jahre Garantie und dürften ohne Probleme 40 Jahre halten. Sie schneiden also im Vergleich der Garantiezeit und in Bezug auf Ihre Bedenken wesentlich besser ab als solare Kombipufferspeicher und sogar Latentspeicher. Das bringt Investitionssicherheit, Wirtschaftlichkeit und damit eine hohe Rendite.

Sonnige Grüße aus Freiberg
Timo Leukefeld


Timo Leukefeld | 20.02.08 08:52

Hallo zusammen

Bin gerade über diesen Thread gestolpert. Eines sollte doch klar sein: Ein Speicher sollte über eine möglichst lange Zeit viel Energie aufnehmen und halten können. Wasser ist dazu nicht der beste Speicher. Es geht nur über Latentwärme. Warum schreibt hier keiner über chemische Speichermedien? Da gibt es doch auch geeignete.
Wer möchte was dazu sagen?

Sonnige Grüsse
Enzo


Enzo Mangare | 06.03.08 19:16

Hallo Fachleute,

mir schwirrt folgende Idee im Kopf herum:

Ich trenne mich vom Heizmediom Öl und nutze meinen kellergeschweißten Öltank (13000 l Volumen) als Pufferspeicher, der die Wärme von Solarkollektoren aufnimmt. Da im Tank kein Überdruck entstehen kann, muss sowohl die Zuführung als auch die Abgabe der Wärme über Wärmetauscher erfolgen. Bei Temperaturen unter 50°C im Speicher kann die Restwärme bis ca 10° C per Wärmepumpe (vorhanden) der Heizung zugeführt werden. Kann in einem Tank dieser Art und Größe mit einer bestimmten Ausstattung oder eventuell anderen Tricks auch eine thermische Schichtung erreicht werden um einen effizienten Betrieb zu haben ? Ist eine Schichtung überhaupt erforderlich? Könnte da vielleicht sogar mit latenten Trägern wie Paraffin gearbeitet werden?

Pit | 26.04.08 19.11


Peter Müller | 26.04.08 19:14

Hallo - Ich weiß ja nicht, ob hier noch jemand was liest oder kommentiert. Aber ich schreib trotzdem meine Gedanken dazu.

Warum kann man nicht selbst einen Latentspeicher mit Paraffin bauen? Ich denke da z.B. an alte GFK-Öltanks. Einen Wärmetauscher dort einzubauen, dürfte auch nicht so schwer sein, wenn man schon mal etwas laminiert hat. Man kauft sich dann Paraffin mit den gewünschten Parametern, z.B. Schmelztemperatur 60 C° in Plattenform und füllt diesen dann durch Schmelzen der Platten.

Paraffin kostet auf dem freien Markt 1 bis 2 € je kg. Dieser Speicher wird anschliessend mit ordentlich starker Mineralwolle gedämmt. Wenn ich also den 1500 Liter GFK-Tank für 50 € bekomme, das Paraffin für 1,50€/kg einkaufe = 2250€ plus Wärmetauscher für 200€ plus Dämmung/Verkleidung 100€ ansetze, komme ich in der Summe auf 2600€ für den Selbstbau eines 1500 Liter Paraffin-Latentspeichers. Ein Stahl-Schichtspeicher mit 1500l würde mich sicherlich auch mindestens 1500€ kosten. Das wäre für handwerklich begabte Leute dann sicherlich eine Alternative.

Gruß Uwe


Uwe | 20.09.08 02:28

Hallo Uwe, wir haben einen sog. Latentspeicher käuflich erworben und zwar für sehr viel Geld und sind wenig begeistert davon, weil es aus Sparsamkeitsgründen vom Hersteller offenbar Konstruktionsmängel gibt. Bei uns steht außer einer Solaranlage eine 15 kW Festbrennstoffheizung als Wärmequelle zur Verfügung. Das Problem ist, wenn die Heizkörper aus Temperaturgründen abregeln (zu machen), nimmt der Speicher nicht schnell genug die Energie auf, so dass die thermische Ablaufsicherung vom Kessel anspringt und mit kaltem Wasser den Ofen kühlt, was nicht in unserem Sinne ist. Angeblich sollen unsere Speicher einem Wasservolumen von 2 m³ entsprechen. Vor dem Umbau auf die Latentboxen standen nur 600 l kaltes Wasser als Puffer zur Verfügung, die aber durch die entsprechende Schichtung die überschüssige Wärme beim Abregeln der Heizkörper aus dem Kessel ausreichend aufgenommen haben. Wenn Du in Deinem zu bauenden Speicher nicht unheimlich viel Wärmeübergangsmöglichkeiten schaffst, beispielsweise durch Bleche mit großer Oberfläche oder ganz viel Kupferleitungen, so dass der Wärmeübergang möglichst über große Fläche erfolgt, schaffst Du es nicht, Dir den Speicher zu bauen, den Du Dir erhoffst. Dann wird Dir das Geld genauso Leid tuen, wie uns.

Ich Grüße Dich und viel Glück


Biene | 11.10.08 10:55

Wenn ich bei bine die Tabelle der stadtwerke chemnitz dazu anschaue,hat parfin (welches auch immer) die halbe wärmekapazität wie wasser, d.h. ich kann pro masseneinheit nur halb so viel energie speichern, oder? Die wärmeleitfähigkeit ist ebenso nur etwa die hälfte, d.h. es wird nur halb so viel wärme bei sonst gleichen bedingungen abgegeben.
Heben sich die beiden effekte nicht gegenseitig auf?


bernd endl | 11.10.08 22:19

Hallo Bernd,

Du hast Recht damit, dass Paraffin nur die halbe Wärmekapazität von Wasser hat, aber der Effekt von diesen Speichern sollte eigentlich der Phasenübergang sein, von fest nach flüssig, wofür eine sehr große Energiemenge benötigt bzw. wieder abgegeben wird. Die Schmelzenthalpie von Paraffin beträgt 210 kJ/kg. Das heißt, wenn Du um den Schmelzpunkt/um die Schmelztemperatur von ca. 55°C herum arbeitest, ist das wirklich eine gute Sache, setzt jedoch voraus, dass diese Speicher auch gewissenhaft und richtig gebaut werden und schnell genug Wärme abgegeben werden kann in Form von großen Kontaktflächen.
Viele Grüße


Biene | 15.10.08 18:16

Wir besitzen einen 4000 l Heizöltank den wir aufgrund der Umstellung auf Gasbeheizung stillegen. Nun möchten wir diesen aber als Wärmespeicher nutzen. Geplant ist eine Solaranlage, welche das Wasser des Tanks erwärmt. Ueber eine Wärmepumpe soll künftig die notwendige Wärmeenergie erzeugt werden und nur noch bei Unterschreiten der Temperatur von ca. 40°C die Gasstufe zum Einsatz kommen.
Mein Problem ist nun die Speicherkapazität. Sie ist leider zu klein um einen wirtschaftliche Betrieb sicher zu stellen.
Vor Jahren traf ich einen Forscher (leider verstorben) der mir die Latentspeicherung verständlich machte. Er entwickelte Plasitikkügelchen, welche mit Latentspeichermasse gefüllt waren. Nun suche ich nach solchen Speicherkügelchen, welche ich dem Wasser im Tank beigeben möchte. Wer kennt Firmen, welche solche Dinger herstellt und wer hat bereits Erfahrung mit dieser Art Latentwärmespeicherung?
Vielen Dank für jeden Hinweis!


Fritz Zimmermann | 04.12.08 15:53

Hallo Fritz, wie ist denn bei diesen Kügelchen die Wärmeleitung erfolgt? Das ist ein wichtiger Punkt. Die Sonne stellt Wärme zur Verfügung und die Wärmeleitung ist so schlecht, dass die Latentspeichermasse (üblicherweise ein Paraffin, wo man sich den Schmelzpunkt bzw. die Temperatur genau überlegen muss)die Wärme nicht annimmt. Kauf Dir etwas Handelsübliches, sonst hast Du nur Probleme. Wir sind auch mit einem Latentspeicher auf die Nase gefallen und haben o.g. Problem. Die Latentspeicher sind sehr teuer und halten nicht das, was sie versprechen. Sie kommen wegen der Schmelztemperatur aus meiner Sicht nur für Fußbodenheizung in Frage.
Gruß Biene


Biene | 09.12.08 14:56

Ich habe das alles und noch mehr zum Thema Paraffin als Wärmespeicher gelesen. Dazu einige Fragen:

Rein physikalisch rechnerisch wird behauptet Paraffin kann Wärme 40 x so gut speichern als Wasser! Das Problem ist nur wie speichere ich die Wärme vom Sommer ( Wärmeverlust in % / Tag ) bis weit in den Winter hinein?
Je größer das Volumen eines Speichers desto geringer im Verhältnis dazu die Oberfläche. Ergo desto geringer die Wärmeabstrahlung. Freilich kostet das enorm Geld in der Anschaffung.
Fragt sich, was kann am Speicher kaputt werden? Wirkt Paraffin korrodierend? Wird Paraffin vom ständigen aufheizen und abkühlen irgendwie verbraucht? Was wenn Reparaturen am Paraffinspeicher vorgenommemn werden müssen? Wohin mit dem Zeug zur Zwischenlagerung? Das wird dann womöglich noch fest beim Akühlen?

Wenn ich alles richtig verstanden habe, dann kommt die Wärme aus dem Paraffinspeicher nahezu konstant mit der Temperatur die der Erstarrungstemperatur entspricht. Also, mit anderen Worten: Ich entscheide mich für ein Produkt mit 60° Erstarrungstemp. , kann dann damit laufend Wasser zum Heizen oder Duschen mit 60° beziehen ( Immer vorausgesetzt die Wärmetauscherflächen sind groß genug dimensioniert dass Aufwärmen mit der Durchflußgeschwindigkeit zusammenpasst) Wenn ich das richtig verstanden habe, ist das allein schon genial ( Vorausgesetzt immer der Installateur kann es richtig berechnen und bauen)

Nächstes Problem: Angenommen ich habe am Ende des Sommers die Paraffinmenge sehr heiß vorliegen. Bringt es mir dann überhaupt noch was wenn ich vom Sonnenkollektor mit - sagen wir 95° einspeise wenn das Paraffin im Speicher vielleicht schon 100 ° hat? Wenn ich also wirklich die Sommerwärme für den Winter aufsparen will müsste ich demzufolge das Speichervolumen noch vergrößern, so dass eine Einspeisung mit 75° vom Sonnenkollektor noch was bringt ( Also die Temp. im Paraffinspeicher 75° noch nicht erreicht hat ) Sind solche Überlegungen prinzipiell richtig oder falsch?

Abschließend eine Beurteilung rein mit Bauchgefühl
Ich wäre schon zufrieden wenn ich Wärme für ca 3 Wochen speichern könnte. Damit verdoppele ich die Nutzungsdauer meiner Sonnenkollektoren ( die Fläche ließe sich noch vergrößern ) Ich schätze ich wäre in der Zeit von März bis Okt. überhaupt nicht auf die Zufuhr anderer Energie angewiesen. Über den Winter möchte ich mit dem Heizen von Holz ( Meterscheite in einem Holzvergaserofen ) kommen. Noch habe ich einen alten Holzofen mit schlechter Energieausbeute und möchte schon alleine aus Komfortgründen mir einen neuen Ofen anschaffen den ich nicht mehr so oft befeuern brauche. Mit einem gutem Puffermedium bzw -Speicher kann der Heizvorgang sicher viel Umweltfreundlicher mit weit besserer Ausbeute gefahren werden als das jetzt der Fall ist. ( Täglich einheizen, alle 2-3 Std nachlegen.. in Zukunft 1x Woche ( Dez. Jän )für die Dauer von 2 Tagen im Ofen feuern bei nachlegeintervallen von 10-12 Std ) Den Rest der Zeit aus dem Speicher leben.

Ich bin bereit ordentlich Geld in die Hand zu nehmen, allerdings soll das dann auch wirklich lange halten. Beim neuen Ofen wenn alles richtig gemacht und dafür nicht so oft geheizt wird soll es schon 40 Jahre halten. Fragt sich nur wie lange hält ein Paraffinspeicher?

l.g. Wolf


wolf | 25.12.08 19:37

Latentspeicher mit Paraffin (phase change material - PCM)

Der Journalist Alexander Morhart schreibt in seinem Artikel „Alternativen zum Stahltank“ in der Solarfachzeitung Sonne Wind & Wärme Ausgabe 18/2008 unter der Überschrift „Latente Wärmespeicherung“ folgendes:

„Die latente Wärmespeicherung macht sich die Wärme zunutze, die Materialien beim Phasenübergang (meist flüssig/fest) ohne merkliche Temperaturänderung aufnehmen und wieder abgeben. Zusätzlich zu der fühlbaren Wärme zwischen der Anfangs- und Endtemperatur steckt in solchen Phasenübergangsmaterialien (phase change material, kurz PCM) dadurch zusätzliche Energie.

Je weiter Anfangs- und Endtemperatur der Speichervorgänge auseinanderliegen, desto geringer ist der Anteil dieser zusätzlichen Wärmeenergie und desto geringer also auch die Speicherdichte. Während bei einer Spreizung zwischen 60 und 80 °C die Speicherdichte dreimal höher ist als bei Wasser ohne Phasenübergang, wird in der praktischen Anwendung bei Brauchwasser-Solaranlagen lediglich eine um 10 bis 20% höhere Speicherdichte erzielt bis 84 kWh/m³) als bei Wasserspeicher (70 kWh/m³).

Klaus Fieback von der Berliner Rubitherm Technologies GmbH, einem Anbieter von Phasenübergangsmaterialien, bezeichnet daher eine Verwendung PCM nur dann als sinnvoll, wenn die Temperaturdifferenz 20 K nicht überschreitet – nicht also in Brauchwassersystemen, bei denen er „keinen vertretbaren Vorteil gegenüber Wasser als Speichermaterial“ sieht.

Ähnlich Frank Thole von der Schüco International KG in Bielefeld: „Lediglich bei Anwendungen, die häufig nur kleine Temperaturspreizungen bedienen, lassen sich sinnvolle Anwendungen finden“. Es gebe „für Solarspeicher derzeit keine ökologisch und ökonomisch sinnvolle Lösung auf der Basis von PCM.“


Timo Leukefeld | 27.12.08 12:41

Ich kann Dir in allen Punkten nur Recht geben. Als Besitzer und Betreiber dieser Paraffinspeicher kann ich nur sagen, es war eine unserer größten Fehlinvestitionen, denn wir haben uns solche Speicher aufschwatzen lassen. Durch sein Auftreten haben wir diesen Verkäufer für einen kompetenten Berater gehalten, was sich als großer Trugschluss herausgestellt hat. Es gibt nichts besseres als normale Wasserspeicher, die auch nur 1/3 bzw. 1/4 der Investitionssumme ausmachen und man kann ganz schön hereinfallen.

Biene


Biene | 28.12.08 12:53

Hallo Biene, auch wir als Firma, die Paraffin-Latentwärmezellen verkauft und zur Zufriedenheit unserer Kunden eingebaut haben, konnten dieses Problem in Verbindung mit Holzkesseln das letzte halbe Jahr beobachten.

Auch ist das Problem der Dichtheit der Zellen aufgetreten, das heißt: bei mehreren Anlagen ist das Paraffin ausgetreten!

Die Firma aus Sonneberg bestreitet bis heute jeden Gewährleistungsanspruch, wir wurden mit haarsträubenden Argumenten abgefertigt und sind auf den gesamten Kosten sitzengeblieben!

Nachzulesen unter www.powertank.at

Wir haben zum Schutz unserer Kunden den verkauf sofort eingestellt und werden nun den gerichtlichen Weg einschlagen. ich kann nur jeden Warnen vor den Geschäftsgebaren dieser Firma!

Hansjörg



Hansjörg | 30.12.08 12:02

Hallo Hansjörg,

ich habe Euren Schadensbericht aufmerksam gelesen. Ihr sprecht von Alternativen. Ich kenne als Alternative nur den Wasserbehälter. Gibt es darüber hinaus noch etwas anderes, wirtschaftlich und wärmetechnisch sinnvolles?

Wasser hat meines Wissens die höchste spezifische Wärmekapazität, aber ich bin schon zu lange raus aus der Schule und manchmal nicht auf dem Laufenden.

Gruß Biene


Biene | 31.12.08 20:45

An alle ein Gesundes und erfolgreiches Jahr 2009!

Hallo Bine,

Du hast Recht, momentan gibt´s keine alternativen zu einem Wasser-Schichtenladespeicher!
Darum setzen auch wir auf die Speichertechnik der Fa. SAILER.

Aber es wird in naher Zukunft wieder einen Latentspeicher geben. Eine neue Generation: verbesserte Übertragungstechnik ( was ja auch bei Deiner Anlage ein Problem ist..), flexiblere Schmelzpunkte, einfachere Einbauweise, etc.. .
...und eine Fa. im Hintergrund, die einem nicht im Stich lässt, die einen tech. Support liefert, die ein zivilisiertes Miteinander zulässt!


Hansjörg | 02.01.09 06:42

Hallo zusammen,
ich habe vor 14 Jahren im Zuge meiner Diplomarbeit einen Solar-Latentwärmespeicher gebaut (450 l Wasser/ 100 l Paraffin), er ist 2008 bei unsachgemässer Entkalkung leider zerstört worden. Der Speicher war drucklos, aufgebaut auf einen Speicher von RM Rotex.
Der Speicher hat sehr gut funktioniert.
Ich betreibe noch einen zweiten Latentspeicher seit 5 Jahren, bei diesem habe ich aber Probleme (Wärmeübertragung ins Paraffin). Ich werde demnächst einen neuen Speicher (Kombispeicher 400 L Wasser / 100 l Paraffin) bauen und den aktuellen ersetzen.
Mein Fazit nach 14 Jahren:
Innovative Technik mit erheblichem Problempotential bei den Details i. d. Praxis. Beim Selbstbau geht meist einiges schief.


Wolfgang Brandl | 21.01.09 12:11

Hallo Wolfgang,
was hast Du denn für eine Wärmeerzeugung davor und hast Du als Verbraucher Fußbodenheizung oder Plattenheizkörper? Wenn Du Plattenheizkörper hast, wie bist Du dann auf eine brauchbare Vorlauftemperatur gekommen? Ich würde mich über ein paar Tipps wirklich freuen, denn wir müssen diese Investruine zu etwas Brauchbarem umbauen und da bin ich für jeden Rat dankbar.
Gruß Biene


Biene | 23.01.09 18:32

Hallo,
Ich habe von den Problemen mit den Speicherboxen gelesen. Habt ihr mal die Hydraulik so geändert das 2-3 Boxen in Reihe durchströmt werden? Durch die Reihenschaltung müsste es ja möglich sein die Wärme zu speichern.
Gruss Bernd


Bernd | 07.09.09 20:02

Ich habe vor, mein Reihenendhaus auf 100% solare Wärme umzustellen.

Ein Ansatz ist dabei, die Heizung auf Außenwandbeheizung meiner Betonwände mit ner kräftigen Isolierung (k=0,1) auf Niedrigsttemperatur umzustellen. Das ergibt eine Strahlungsheizung, gefühlte Temperatur ca. 4° höher als bei ner Konvektionsheizung. Nach meinen Berechnungen würden da lässige 21°C Vorlauftemperatur (19°C Rücklauf)reichen um ins Schwitzen zu kommen.

Für Warmwasser hatte ich erstmal einen 15m² im Erdreich liegenden Wassertank (40cm PUR) vorgesehen, dann drum rum nochmals isoliert (40cm foamglas) eine etwa doppelt so großen Erdspeicher.

Naja - mit dieser Lösung sind mir da erstmal die Kosten für die Isolierung des Erdspeichers weggelaufen... Also werde ich neu rechnen müssen.

In diesem Zuge habe ich auch mal den PCM Speicher angedacht. U.a. als im Wassertank eingesetzte Platten. Rechnerisches Ergebnis, auf Grund des Gesamtwirkungsgrads der Elemente (Metallummantelung frisst da wieder Speicherfähigkeit) schlechter als pures Wasser.

Nebenbei, wenn man eine 100% Lösung angehen will, dann sind Vakuumkollektoren mit Spiegeln wohl die beste Wahl, die bringen zwar im Sommer (da braucht man es eh nicht) nicht, den max. Wirkungsgrad, dafür aber im Winter doch noch nennenswerten Ertrag, auch bei nur diffuser Strahlung. Dabei sollte dann zudem von der Trägfluss (low flow) Technik zumindest im Winter zu einer "Eimertechnik" umschwenken muss, warten bis der Wärmeträger im Kollektor heiß ist und dann in low flow austauschen, - Paradigma macht sowas und das zudem mit Wasser als Wärmeträger (höhere Wärmekapazität und kein Stress mit Glycol - ach ja die Ritter Sport Schoki steckt da dahinter)

Nebenbei ca 15m² netto ist ein Tank knapp 6m lang und 2,8m Durchmesser incl. 40cm Isolierung und low flow Verteilungsrohren oben und unten und kostet so ca 13 T€ frei Garten.

Das ganze System würde ich mit demineralisiertem Wasser füllen und irgendwo Silbergeflecht einbauen oder mit ein wenig Silberkolloiden versehen - zur Desinfektion.

Zudem ist es sinnvoll, alle Wärmekreisläufe über Wärmetauscher zu trennen, der statische Druck der Kollektoranlage muß dann nicht vom Speicher aufgefangen werden, das Legionellenthema ist dann auch vom Tisch und die Außenwand-Heizung dürfte dann vom unteren Tankbereich bedient werden können.

Das Hauptproblem ist immer das Verhältnis zwischen Speicherkapazität (Volumen - Oberfläche) und Verlusten.

Damit sind wir zurück bei den Latentspeicher und da beißen sich die Latentspeicher in den Schwanz - Sinn machen die nur, wenn diese in einem engen Temperaturbereich betrieben werden. Mal ein Beispiel, derzeit wird mein Haus am Wochenende von mir, und unter der Woche von einem Untermieter bewohnt. Irgendwann wird vielleicht mein Sohn oder jemand anderes drin wohnen mit 4 Personen. Mit Latentspeicher könnte ich das ganze auf den Punkt auslegen, dass es sinnvoll ist. Meine bisherigen Zielwerte waren eine Auslegung, die bei 60 - 200l/Tag WW Sommers wie Winters ohne Überhitzung und min 60°C WW funktioniert. Vielleicht stecke ich meine Ziele ja auch zu hoch ???


Jürgen Freyer | 23.09.09 01:29

Ich kann nicht verstehen, was an einem Latentspeicher so innovativ sein soll. Der Wasserspeicher ist mit Wasser gefüllt, der Latentspeicher mit Parafin. Diese Speicher arbeiten unterschiedlich, o.k. Wenn man unbedingt mit dem Kopf durch die Wand will, kann man sich, gegen jede wirtschaftliche Vernunft, für einen Latentspeicher entscheiden. Das ist durchaus legitim, aber mit besserer Technologie hat das alles nichts zu tun, eher mit Aberglaube.
Viel Innovatives sehe ich in der Entwicklung neuer Speicherbehälter für Wasserspeicher. Auf diesem Feld ist viel passiert, z.B. „Flexsave“ oder Sansave.
Am Anfang steht die Wärmedämmung.
Als wir vor 25 Jahren unser 1968 gebautes Haus bezogen, demontierten wir als erstes die Elektrospeicherheizung und bauten uns einen Holz-Grundofen in den untersten Stock, der seine Wärme in die Hohlblockdecke einspeiste. Unser Haus war all die Winter wunderbar gleichmäßig warm und auch ohne mal zu heizen hielt sich die Wärme über Tage. Die Wärme hatte ihren Preis, da wir für unsere 180 qm zwischen 8 und 12 Raum Meter Holz verbrannten, wir holten unser Holz selbst aus dem Wald, aber gegenüber den Öl- und Gasheizenden Nachbarn hatten wir doch eine extrem billige Heizerei.
Vor 14 Jahren entschlossen wir uns zu dämmen. Unsere Nachbarn quittierten unsere Arbeit mit den Worten:“ Man kann sich ja auch zu Tode dämmen.“ Wir ließen uns nicht beirritieren, die Außenwand bekam 20 cm Styropor, Aufdach 40 cm, und die Fenster wurden erneuert. Unser Holzverbrauch reduzierte sich drastisch, jetzt waren es nur noch 3, max. 4 Raum-Meter! Eigentlich kann ich sehr zufrieden sein. Die ganze Arbeit habe ich selbst ausgeführt und so hielten sich die Kosten doch sehr in Grenzen. Damals war Styropor auch noch schweinebillig.
Langsam kam aber unser Grundofen in die Jahre und wir haben uns für eine Wassergeführte Heizung entscheiden. Dazu habe ich einen Kellerraum, mit 2x2m Grundfläche und 2,7m Höhe komplett zu einen offenen Pufferspeicher umgebaut. Zuerst habe ich Wand und Boden mit 10cm Styrodur gedämmt und darauf 2mm PP-H Platten geschweißt. Ein billiger Alles-Vergaserkessel von 15 kw und 5 qm Solar beheizen diesen Winter zum ersten Mal unser Haus und wie es aussieht extrem billig und wunderbar komfortabel. Die komplette Anlage hat mich gerade mal 6000.- Euro gekostet!


Boehlig | 19.12.09 16:59

Interessante Solarkollektoren bzw. Solarthermiespeicher stellen sogenannte Solarteiche ("salt ponds") dar. Wasser mit hohem Salzgehalt schwimmt mit Phasentrennung unter einer Schicht mit geringem Salzgehalt und die untere Schicht wärmt sich auf.
Hier:

http://www.buch-der-synergie.de/c_neu_html/c_04_24_sonne_niedertemperatur_hybrid_bis_teiche.htm

sehr gut beschrieben, bzw. da:
www.eurochlor.org/upload/documents/document213.pdf

Sofern man die Grundprobleme (Salzdiffusion, Wellenschlag, Überhitzung) gelöst hat, könnte das ein System für Gebiete ohne Platzprobleme werden. Aber ob das in unseren Breiten auch funktioniert?


Günther Ecker | 29.12.09 05:47

Frage
ich darf für mein geplantes Einfamilienhaus ein gesammtkonzept zusammen suchen

wie wäre denn diese Idee zu kommentieren:
PV- Anlage aufs Dach (mit Schlauchsystem die Wärme ca 40 Grad abführen, würde bedeuten das sie speziell im Hochsommer effektiver arbeiten)
Latentwärmespeicher der so um die 30 Schmelztemp hat
mit dieser Wärme wird der Latentwärmespeicher (parafin) geladen
zusätzlich Vacuumröhren kolektoren (bring temp ca 60 Grad, diese speisen entweder in Wasserspeicher latenz oder direkt in Brauchwasserspeicher ein je nach temp)
ein 3-4 Tages wasserspeicher( Puffer latenzspeicher ect. ca 35 Grad)
ein 3-4 Tages Brauchwasserspeicher( Duschen, baden ect. ca 60 Grad)
sollte nicht genügend Wärme von den Kolektoren kommen und 3-4 Tagesspeicher zur Neige gehen fördert mir eine Wärme Pumpe vom wasser Puffer Lantenzwärme zum Brauchwasserspeicher die nötige Wärme (Energetisch ist es ja sinvoller von 35 Grad zu 60 zu schaufeln als von 23 Grad, und das kann ja auch nachts bei billigstrom passieren oder von PV-anlage)
sollte zu viel Wärme kommen wird der Latenzwärmespeicher geladen
So im Sommer sollte die Wärme vorhanden sein
so nun zum winter
im winter fällt die Temp vom wasser Puffer latenz auf ca 30 Grad
sollte der Wasser Puffer lantenz zur neige gehen wird er vom Latenzwärmespeicher (parafin) wieder aufgeladen
Wärmepumpe hält mir mein Brauchwasser warm
geheizt wird direkt vom Wasserspeicher Puffer latenz
allfällige Wärme von den Kollektoren (also PV Wasserkühlung ist zu oder leer weil keine effizeiinz im Winter, aber von den Solartermischen dürfte ab und an ein kleiner Beitrag kommen)
wird in denn Wasserspeicher latenz gespiesen
sollte es effektiv einmal zum totalen Wärmemangel kommen habe ich im Wohnzimmer (jedoch in ersterlinie aus romantisch und komfort Gründen) ein kleines Holz Chemine das die Wärme je nach temp in die entsprechenden Wasserspeicher abgibt
und ganz notfallmässig kann die Wärmepumpe ja auch gegen Aussentemp arbeiten (ist halt dann weniger effizient)
so im Winter sollte auch für Wärme gesorgt sein
Die Speicher wären optimal im Haus angesiedelt so das die Verluste (zumindest wenn HeizBedarf besteht) keine sind

Was wäre eurer Meinung nach an dieser Idee zu Kritisieren?

gruss Roman


roman | 10.03.10 06:11

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