


Donnerstag, 9. September 2010, 18:30 Uhr
VR-Bank Mittelsachsen eG lädt ein in das Hotel Kreller, Fischerstraße 5 in 09599 Freiberg
SOLARTHERMIE FÜR HAUSBESITZER
Referent: Dipl.-Ing. Timo Leukefeld, Geschäftsführender Gesellschafter der
Soli fer Solardach GmbH spricht zum Thema:
"Solarheizungen können auch bei bestehenden Heizungen nachgerüstet werden"
Clevere Rechner heizen solar. Je nach Nutzklasse lassen sich mit diesen Anlagen steuerfreie Einsparrenditen bis 14 Prozent erwirtschaften
Ganz anders als Solarstromanlagen stehen Solarwärmeanlagen nicht in dem Ruf, dass sich mit ihnen Geld verdienen lässt. "Das ist bedauerlich und vor allen Dingen falsch", sagt Timo Leukefeld, Fachmann für Solarwärmeheizungen und Geschäftsführer der Soli fer Solardach GmbH in Freiberg. "Es kommt auf den Anlagentyp an. Dann kann sich die Einsparrendite im Vergleich zu einer Solarstromanlage im besten Fall verdoppeln" Wer sich in einem bestehenden Einfamilienhaus für eine große Solarheizung entscheidet und dazu seine alte Heizung optimieren lässt, spart jedes Jahr bis zu 50 Prozent Öl oder Gas ein und kann einen geldwerten Vorteil bis 14 Prozent auf seine Investition erwirtschaften. In neuen Häusern installiert Soli fer bereits Solarheizungen, die das Gebäude ganzjährig zu 100 Prozent mit der Sonne beheizen können.
Für seine Berechnung unterscheidet Leukefeld Solarwärmeanlagen in drei Nutzklassen: kleine Warmwasseranlagen, die nur das Dusch- und Trinkwasser erwärmen (Nutzklasse Warmwasser WW), Kombianlagen, die Energie für das Warmwasser und die Raumheizung liefern (Nutzklasse Standard ST), sowie große Solarwärmeanlagen mit optimiertem Öl- oder Gasheizkessel (Nutzklasse Maximum MX).
Anlagen der Maximum-Klasse erzeugen am meisten Solarwärme und sparen so das meiste Öl oder Gas ein. Sie haben deshalb das beste Kosten-Nutzen-Verhältnis. Wird die alte Heizung noch optimiert, so dass die üblichen Verluste am Heizkessel maximal reduziert werden, ist die Energieeinsparung noch höher. Hinzu kommt, dass die Wirtschaftlichkeit einer Anlage von der Haltbarkeit der teuersten Komponenten - in diesem Fall den Kollektoren und dem Wärmespeicher - abhängt. Bei der MX-Klasse sind diese Bestandteile reparabel und deswegen stabiler als bei den kleineren Anlagen. Sie können deshalb mit einer Lebensdauer von 40 Jahren angesetzt werden.
In einer Beispielrechnung für ein bestehendes typisches Einfamilienhaus mit 130 m² Wohnfläche in den neuen Bundesländern und einer Solaranlage mit 24 m² Kollektorfläche und einem 1.000-Liter-Pufferspeicher kommt Leukefeld auf eine Energieeinsparung von 35 Prozent. Bei einer durchschnittlichen Energiepreissteigerung von sieben Prozent im Jahr beträgt die Einsparrendite 14 Prozent. Besitzer von bestehenden Gebäuden können ebenfalls in den Genuss dieses finanziellen Segens kommen. Solarheizungen der Maximum-Klasse können auch bei bestehenden Heizkesseln nachgerüstet werden.