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Figurentheater

"Wird die Welt zu realistisch, reagiere humoristisch." meinte Rolf Trexler, einer der Großen in der Geschichte des deutschen Figurentheaters - und Timo Leukefelds Großvater

Der sich lustig machte

gestreiftHier gedenken wir eines der großen Puppenspieler Europas. Man kennt ihn zumal aus der Blütezeit seiner Bühne am Burgtor in Rothenburg ob der Tauber. Sogar Picasso besuchte das Puppenkabarett, um ihn zu erleben. In seiner sächsischen Heimat jedoch war Rolf Trexler nahezu vergessen, bis wir ihn für uns entdeckten und im Sonnenfleck der Öffentlichkeit wieder nahebrachten. Dem lag keine Rührseligkeit gegenüber einem Verwandten des Firmenchefs zugrunde, einen Großvater hat schließlich jeder, zwei sogar. Den Lebensspuren dieses Großpapas nachzugehen, ließ uns lächeln, immer wieder, denn es stellte sich dieser Querkopf, der gerne keinem Streit auswich, trotzdem als Vorbild für das Marketing von Soli fer heraus. Für das Marketing? Ja, und nicht nur dort. Lassen Sie hier Ihre Neugier wecken.

Vorbilder

Aus der Tradition des russischen Altmeisters Sergej Obraszow übernahm Trexler viel Technik des Puppenspiels. Für seinen eigenen Spielstil verband er sie mit der Technik der Javanischen Stabpuppen.

Trexlers Begegnung mit dem russischen VorbildTrexler war ein Spötter, ein Künstler, er verband die Sprache Karl Valentins und Kurt Tucholskys mit der Bewegung seiner Puppen, da konnte dem Zuschauer klamm ums Herz werden oder er lachte über die Gestalten auf der Bühne, die das Leben so wiedergeben, als wären sie Menschen.

Industriewerbung

"Puppentheaterwerbung drängt sich nicht auf", sagte Trexler, wahrscheinlich war sie deswegen so erfolgreich, unter anderen für die Bayer AG, für Robinson Rum, für Karstadt und Kaufhof. Bei Soli fer griffen wir das gerne auf und setzten die Tradition des Kabaretts fort mit einem eigenen Figurentheaterstück, das im Frühjahr 2007 in Dresden seine Premiere erlebte. Kultur nützt den Menschen in der Wirtschaft, woraus nur dann ein Schuh wird, wenn umgekehrt die Wirtschaft der Kunst zur Verfügung steht.

Wertarbeit

Sich selbst nannte Trexler einen Lustigmacher. Das bescheinigte der Rothenburger Bürgermeister dem Amt des Bundespräsidenten mit diesen Worten: "Herr Trexler gilt als außerordentlich schwieriger Charakter und hat sich immer ein wenig außerhalb der allgemeinen Normen bewegt." Da hat der Meister der Bürger sicher rechtgehabt: Wo sonst könnte sich ein Künstler aufhalten als außerhalb des Raumes, wo einem nur einfällt, was bereits da ist, das Genormte? Wir bemühen uns bei Soli fer um Wertarbeit, jenes Quentchen mehr als die genormte Qualitätsarbeit. Dem Großvater danken wir für die Gelegenheit, die Welt durch seine Augen zu erleben. Oder sind es die Augen seiner Figuren?