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Das rechte Drittel des Daches ist voll verglast, darunter der tropenklimatisierte Großraum Das rechte Drittel des Daches ist voll verglast, darunter der tropenklimatisierte Großraum (Bild: Soli fer)

Dschungel-Exoten im Troparium

Die Solarthermieanlage in diesem Exotenhaus schafft ein ununterbrochen gewährleistetes Dschungelklima von 28° bei 70 bis 90% Luftfeuchtigkeit. Gleich im ersten Januar, bei 20° minus, hat die Anlage bereits 60° Wärme an den Pufferspeicher abgeliefert. Ohne Solarthermie wäre so ein Troparium energetisch nicht zu verantworten.

Dazu wurden am Flachdach 54 m² Kollektoren aufgestellt und weitere 22 m² als Solardach auf dem Hauptgebäude installiert, und gemeinsam mit einem Holzvergaserkessel von Brötje und 4.000 Liter Pufferspeicher zur Beheizung des Tropariums eingerichtet. Das rechte Drittel des Daches ist voll verglast, darunter liegt der tropenklimatisierte Großraum

Biomasse im Heizkessel

Diese Anlage ist ein besonders schönes Beispiel für die Verknüpfung von Solarthermie mit Heizung durch Biomasse. Der Verzicht auf die Bequemlichkeit eines (automatisch betreibbaren) Pelletkessels zugunsten eines Holzvergaserkessels eignet sich zumal für gewerbliche Anlagen. Da ist fortlaufende Anwesenheit und Überwachung der Klimaverhältnisse sowieso angemessen. Die bewusste und sparsame Bedienung eines Holzvergasers trägt zur Ersparnis der Energiekosten bei. Für eine solche Lage eignet sich, dass der Betreiber das Wetter im Auge behält und in die Regeltechnik der Pufferverwaltung eingreifen kann - sofern er das möchte. Für Gas würde der Betreiber des Tropariums etwa 8.000 Euro im Jahr zahlen - für das Holz, maßgeblich unterstützt durch die Sonne, kommt er auf 800 Euro.

Zwei Jahre lang hatte sich der örtliche Amtsschimmel bemüht, die Entstehung von Arbeitsplätzen in einem nagelneuen Troparium mitten im Erzgebirge zu verhindern. Zu diesem edlen Zweck machte er für, oder sagen wir besser: gegen die Existenzgründung immer neue Auflagen, immer eine nach der anderen, damit der Gründer nicht zu flott vorankam, und das Amt konnte sich inzwischen neue Steine suchen, die es dem Gründer in den Weg warf. Aber aller Widerstand war vergebens, inzwischen strömen die Touristen in diese Wiedergabe einer südamerikanische Regenwaldlandschaft. Nur Schimmel sind dort keine zu sehen.