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Die Kollektoren sind in gestalt eines Solardaches vollständig in das Steildach integriert Die Kollektoren sind in gestalt eines Solardaches vollständig in das Steildach integriert

Schnell wieder unter der Dusche

Wegen der Jahrhundertflut mussten die Bewohner des Altenpflegeheims der Caritas, St. Michael, evakuiert werden, aber das Heim war im Handumdrehen wieder im Betrieb: Die Sonnenwärmeanlage produzierte warmes Wasser, als sei nichts geschehen.

So etwas macht Solarthermie sympathisch. Den Heimleiter, Andreas Herda, beeindruckt auf die Dauer noch mehr, was er an Betriebskosten einspart. Seine Solarfläche beträgt 324 m², mit sechs Pufferspeichern zu je 2.000 Liter. Das ergibt auch im Winter nutzbare Temperaturen bis zu 60 Grad Celsius und befriedigt den extrem hohen Warmwasserbedarf im Altenpflegeheim.

Übers Jahr kann er damit rechnen, dass die Hälfte des Warmwasserbedarfs von der Sonne geheizt wird. Das sind 115.000 kWh. Im Haus wohnen 90 Senioren. Dazu kommen als Verbraucher die hauseigene Wäscherei sowie die Küche, die auch für Essen auf Rädern und einen benachbarten Kindergarten kocht, täglich bis zu 300 Essen insgesamt.

Die Wirtschaftlichkeit gab den Ausschlag, dass der Caritasverband als Träger grünes Licht für diese Investition gab. Sie amortisiert sie sich in sieben bis acht Jahren, bei steigenden Fernwärmepreisen früher, und der Wärmeanteil bleibt für die nächsten 40 bis 50 Jahre zuverlässig kalkulierbar - so lange wird die Anlage in Betrieb bleiben, denn Verschleißteile sind bei dieser Bauart der Kollektoren und der Systemtechnik austauschbar.

Zusätzlichen Nutzen bezieht das Caritas-Heim aus dem hohen Ansehen durch ihre moderne Wärmehaushaltsführung - im Markt immerhin ein Argument für die Auslastung des Betriebs.

Der große einheitliche Solardach-Kollektor ist – von außen unsichtbar – in zwei 84 und zwei 78 Quadratmeter große Felder aufgeteilt. So können Standardbauteile eingesetzt werden, welches die Kosten senkt und die hydraulische Steuerung erleichtert. Jedes der vier Felder besitzt eine eigene Wärmeübertragungsstation. Die Pufferspeicher stehen auf dem Dachboden des Altenheims direkt unter dem Kollektorfeld. Diese sind jeweils zu dritt in Reihe verschaltet. Solarseitig sind acht Ausdehnungsgefäße mit je 40 Liter eingesetzt, warmwasserseitig zwei mit je 600 Litern.